FNT - Verband News


 

Tiermedizinern sollte es primär um das Wohl der Tiere gehen, das ist zumindest das Ziel jeder tiermedizinischen Ausbildung. Anfeindungen, unsachgemäße Behauptungen bis hin zu diskriminierende Aussagen zwischen Vertretern unterschiedlicher Behandlungsansätze dienen dabei weder der eigentlichen Sache, noch helfen sie einem verunsicherten Tierhalter bei der Wahl einer geeigneten Behandlungsmethode. 

Insbesondere aus Reihen der Schulmediziner werden immer wieder Angriffe bzw. Aktionen gegen Tierheilpraktiker, Tierphysiotherapeuten etc. initiiert. Dieses geschieht in jeglicher Form und in allen verfügbaren Medien. 

Auch übergeordnete Interessenverbände wie z. B. die Bundestierärztekammer (BTK, Berlin) nehmen dieses Thema auf und schießen mit teilweise konstruierten und kaum seriös recherchierten Informationen gegen Vertreter verwandter Berufe.

In einer aktuellen Pressemitteilung der BTK (17.07.2015) werden Tierhalter vor der laienhaften Behandlung durch z. B.  Tierheilpraktiker, Tierpsychologen, Tierphysiotherapeuten  gewarnt, da diese als Laien mit einer Ausbildung von lediglich ein paar Wochenendkursen, natürlich ohne regelmäßiger Weiterbildung - also bestenfalls mit Halbwissen - an den Tieren wirkungslos herumdoktern, was im Fortgang fatale Folgen für das Tier hat. Ferner werden in dieser Mitteilung Beispiele aufgeführt, die sich jedoch nicht auf eine Beteiligung einer Person aus den o. a. Berufsgruppen schließen lässt.

Insbesondere Mitgliedern von Berufsverbänden (wie z. B. dem FNT) kann durchgängig unterstellt werden, dass sie eine sehr intensive und langjährige Ausbildung mit theoretischen und praktischen Prüfungen absolviert haben. Auch sind jährliche Weiterbildungen dokumentarisch dem Verband vorzulegen, um so eine hohe Qualität der Mitgliederkompetenz sicher zustellen. Von ein paar Wochenendkursen kann nun also gar nicht die Rede sein.

Die in der Pressemitteilung ebenfalls aufgeführte Lobrede über den hohen Ausbildungsstandard, die hervorragende Fachkompetenz und einer nahezu perfekten Diagnosesicherheit, welche insgesamt zu optimalen Behandlungsergebnissen führen, mögen Tierhalter selbst beurteilen.

Letztendlich wird die QualitätKompetenz, Engagement etc. eines Tiermediziners, egal welches Behandlungskonzept er verfolgt, durch den Therapieerfolg und letztendlich durch den Tierhalter entschieden. Obwohl es schon viele positive Beispiele von erfolgreichen Zusammenarbeiten zwischen Schulmedizinern und verwandten Berufsgruppen (z. B. Tierheilpraktikern) gibt, so scheint es dennoch Hardliner zu geben, welche sich selbst als die einzig kompetenten Tiermediziner ansehen. Ob dieses auch Tierhalter so sehen ist eher zweifelhaft, was den wachsenden Zulauf zu den ganzheitlich arbeitenden Naturmedizinern zeigt.

Nachfolgend die offizielle Stellungsnahme des FNT zur Pressemitteilung der BTK, Berlin. 


 

Die BTK macht gegen Tierheilpraktiker mobil

Die Bundestierärztekammer fühlt ihren Berufsstand durch Tierheilpraktiker bzw.alternative Heilbehandler offenbar akut bedroht. Da die Behandlungsmethoden dieser Berufsgruppen auch zunehmend selbst vom Tierarzt - wenn auch nur sehr eingeschränkt - angewendet werden, hilft sich die Bundestierärztekammer nun in Form von Schmähschriften, welche Behandlungsfehler von alternativen Tierheilbehandlern anführen, um das Anliegen beim Tierhalter unverhältnismäßig zu emotionalisieren.

Es ist sicherlich richtig, das Tierschutzgesetz ins Feld zu führen, das besagt,dass keinem Tier unnötiges Leiden zugefügt werden darf und das natürlich bedeutet, dass ein Tierheilpraktiker die Grenzen seines Handels erkennen muss. In praxi bedeutet das einen regelrechten "Patienten"-Verkehr zwischen Tierarzt und Tierheilpraktiker, da sich beide hervorragend ergänzen. Gut ausgebildete Tierheilpraktiker kennen ihre Grenzen und übernehmen in der Regel meist sowieso keine Patienten, bei denen der Halter sich den Gang zum Tierarzt gespart hat, sondern solche, welche vom Tierarzt als "austherapiert" aus deren Obhut entlassen werden.

Der Fachverband Niedergelassener Tierheilpraktiker FNT e.V. distanziert sich von den Vorwürfen der BTK. Der FNT e.V. vertritt knapp 800 Tierheilpraktiker aus ganz Deutschland. Unsere Mitglieder verfügen über eine fundierte Ausbildung und bilden sich nachweislich regelmäßig fort. Sie nehmen ihren Beruf ernst, sind in der Lage ihre Grenzen zu erkennen und viele arbeiten in einer respektvollen und fruchtbaren Kooperation und Koexistenz mit Tierärzten und Tierkliniken. Die Tierheilpraktiker im FNT verpflichten sich über dies per Berufsordnung zur sinnvollen Verknüpfung von modernen, medizinischen Erkrenntnissen und traditioneller Naturheilkunde. Bereits seit 2012 existiert eine bundesweite Kampagne vom FNT zur Zusammenarbeit zwischen Tierärzten und Tierheilpraktikern. (Download der Broschüre: http://f-n-thp.de/index.php…

In einem hat die BTK Recht, es gibt keine geregelten Ausbildungsrichtlinien für Tierheilpraktiker und die Bezeichnung sagt somit nichts über deren Qualifikation aus. Aber der FNT e.V. legt, sowie wie viele andere THP-Verbände auch, sehr viel Wert auf die Qualifikation seiner Mitglieder. Fehlende staatliche Regelungen werden durch strenge Aufnahmebedingungen, Aufnahmeprüfungen und Fortbildungsrichtlinien ausgeglichen, um einen Qualitätsstandard zu sichern.

Traurig sind die von der Bundestierärztekammer angeführten Fälle allemal - aber wir wollen hier natürlich nicht Gleiches mit Gleichem vergelten, indem wir diesen Fällen die vielen Fälle anführen, wo nicht nur einem von der Schulmedizin austherapierten Tier durch einen Tierheilpraktiker zu helfen war, sondern auch, wo dem Tierarzt massive Behandlungsfehler nachzuweisen wären. Wir möchten nicht die gleiche Schlammschlacht führen wie Ärzte und Humanheilpraktiker in den 70er Jahren, aber wir wären durchaus dazu in der Lage, sollte die Hetze in der Form weitergehen. Es ist auch zu bedenken, dass viele Patientenbesitzer den Tierheilpraktikers aufsuchen, da sie von der tierärtzlichen Behandlung enttäuscht sind. Die von der BTK genannten Fälle beziehen sich außerdem auch auf Eigenbehandlungen von Tierbesitzern und Ratschlägen aus Internetforen. Hierfür den Tierheilpraktiker verantwortlich zu machen und hieraus quasi ein Berufsverbot abzuleiten zu wollen ist eine sehr fragwürdige Vorgehensweise.

Der FNT e.V. hat sich in den letzten Jahren zusammen mit Mitgliedern des ATG (Artgerechte Tiergesundheit) für eine staatliche Regelung der „Nicht-Tierärztlichen-Berufe“ stark gemacht und dem Bundestagsausschuss Entwürfe für Prüfungen und Ausbildungsrichtlinien zur Verfügung gestellt. Bedauerlicherweise bestand seitens des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz kein Interesse an einer Regelung, mehr noch, nach Meinung des BMELV fehlt sogar jedwede Notwendigkeit für eine Regelung, da der THP bereits ausreichenden gesetzlichen Grundlagen unterworfen sei.

Anstatt alle Tierheilpraktiker über einen Kamm zu scheren, sollte sich die BTK lieber mit den Verbänden an einen Tisch setzen und an einer friedlichen, respektvollen und qualitativ hochwertigen Lösung zum Wohle der Tiere arbeiten.


 

Dieser Stellungnahme ist nichts weiter hinzu zufügen, doch vermutlich wird der vorgeschlagene Dialog zwischen Schul- und Nichtschulmedizinern zeitnah kaum realisierbar sein.


 

Ihre Tierheilpraxis Materia Medica (08.2015)

Tierheilpraxis Materia Medica

Thomas Freund

Tierheilpraktiker 

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