Informationen und Service für interessierte Tierhalter
Frühjahrs Check-Up
Das Frühjahr, mit dem Beginn der sogenannten „schönen Jahreszeiten“, in dem eigentlich Wachstum und Vitalität im Vordergrund stehen müssten, ist für viele Lebewesen -egal ob Mensch oder Tier- oftmals von verschiedene Infektionskrankheiten, Abgeschlagenheit (auch bekannt als Frühjahrsmüdigkeit) und andere gesundheitliche Unzulänglichkeiten geprägt.
 
Die Ursachen hierfür sind vielseitig und individuell hinsichtlich ihrer Ausprägung. Angefangen von einer häufig anderen Ernährungsstruktur im Herbst und Winter über aggressivere klimatische Bedingungen bis hin zu einer sehr eingeschränkten Sonneneinstrahlung gibt es noch viel mehr „Negativfaktoren“, die in diesen Monaten unsere Gesundheit und die unserer Tiere nachteilig beeinflussen.
Das Immunsystem wird geschwächt und eröffnet so Krankheiten den Weg. Einige Erkrankungen beginnen zunächst unterschwellig, bleiben lange unentdeckt und nehmen einen chronischen Verlauf.
Da unsere Haustiere nicht in der Lage sind, uns anfängliche auffällige Symptome mitzuteilen, so besteht umso mehr die Notwendigkeit einer medizinischen Kontrolle, die umgangssprachlich als Frühjahrs Check-Up bezeichnet wird.
Grundsätzlich können alle Tiere gleich welcher Rasse und Alters untersucht werden. Allerdings sollten die folgenden und als besonders gefährdet geltenden Gruppen konsequent und rechtzeitig vorgestellt werden.
- Sehr junge Tiere
Hier hat das körpereigene Immunsystem noch keinen ausreichenden Schutz aufgebaut. Die Entwicklung einer chronischen Krankheit wäre fatal, die weitere Entwicklung kann verzögert oder gar eingestellt werden.
- Ältere Tiere
Das körpereigene Immunsystem hat nicht mehr die gewohnte Stärke, der ältere Körper wird allgemein anfälliger, Mangelerscheinungen können auftreten. Ferner können altersbedingte Verschleißerscheinungen hinzukommen, die dauerhaft und verstärkend wirken, so dass es oft zu einem akut/chronischen Erkrankungs-Mix kommt, was dem Tier schwer zu schaffen macht.
- Besonders belastete Tiere
Hierunter fallen einmal Tiere, die durch Ausübungen anstrengender Aufgaben körperlich besonders belastet sind (derartige Tiere z. B. Polizei- oder Rettungshunde werden aber meist ohnehin regelmäßig medizinisch betreut).
Bedeutend wichtiger ist es für Tiere, die erst kürzlich eine Erkrankung hatten (z. B. Infektionen in den Herbstmonaten), diese sollten unbedingt zum Frühjahrs Check-Up.
Obwohl es keinen allgemein gültigen Standard bzw. Vorschrift für diesen notwendigen Check gibt, so sollten jedoch folgende Maßnahmen erfolgen:
- Aufnahme aller auffälligen Informationen gemäß den Aussagen des Tierhalters
- Optische Begutachtung der allgemeinen physiologischen Erscheinung und Agilität
- Gewichtskontrolle, Entwicklungsvergleich
- Kontrolle der Körpertemperatur
- Auskultation/Perkussion von Herz, Lunge und Verdauungstrakt
- Adspektion des Haarkleides/der Hautoberflächen
- Palpation des Bauchraumes
- Adspektion der Augen, Ohren und Maulbereich
- Untersuchung des Bewegungsapparats insbesondere der Gelenke
Wurden Auffälligkeiten festgestellt, so sind ggf. weitere Untersuchungen erforderlich (z. B. Blutuntersuchung, Ultraschall etc.), was aber relativ selten vorkommt.
Dieses wird aber in dem abschließenden Gespräch erörtert. Hier können auch später anstehende Aktivitäten (z. B. Maßnahmen zur langfristigen Gewichtsabnahme, Parasitenschutzmaßnahmen etc.) festgelegt werden.
Durch eine frühzeitige Diagnose können nunmehr anfängliche Erkrankungen mit meist geringerem Aufwand behandelt werden.
Dieses bedeutet für Ihr Tier eine geringere Belastung, mehr Lebensfreude und für Sie geringere Kosten und ein unbezahlbares Mehr an Freude mit Ihrem Tier.
Falls Sie Fragen zum Thema haben, sprechen Sie uns an.
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