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Vogelgrippe - Gefahr für unsere Haus- und Heimtiere?

 

(Vogel-) Grippe ???

 

Die Vogelgrippe, die auch als Geflügelpest oder im Fachjargon Aviäre Influenza A/H5(N1) bezeichnet wird, ist eine Viruserkrankung, die bereits seit rund 100 Jahren bekannt ist. Somit gehört das Virus in die große Gruppe der Influenza-Viren, die in drei Typen (A, B und C) unterteilt werden, wobei Typ A den gefährlichsten Typ darstellt. 

Viren dieses Typs sind für die großen Grippe-Wellen, Epidemien bis hin zu Kontinent übergreifenden Pandemien verantwortlich (1918 raffte z. B. eine Virusinfektion des Typs A 40 Mio. Menschen weltweit dahin, darunter auch 300.000 Menschen in Deutschland).


Lange Zeit war die Vogelgrippe auf Wildvögel, Ziervögel, und Geflügel (Hühner, Puten, Enten etc.) begrenzt. Dieses hat sich in der Vergangenheit leider geändert. Laut Aufzeichnungen des Robert-Koch-Institutes gab es 1997 die ersten Erkrankungen beim Menschen 

(18 Erkrankungen, 6 Tote), danach begann der weltweite Feldzug dieser Viren, mittlerweile sind 16 Unterarten, sog. Subtypen, bekannt. Neben Vögel, Geflügel und Menschen gibt es, entsprechenden Berichten zu folge, gesicherte Nachweise einer entsprechenden Infektion auch bei Schweinen, Pferden, Wild- und leider auch Hauskatzen und Hunden.

 

Über diese Träger besteht nun auch ernsthafte Gefahr für uns Menschen, die eine freilaufende Mieze bzw. einen unkontrolliert freilaufenden Hund haben und einen innigen Kontakt zum Tier pflegen. Sicher ist übrigens, dass Tauben von diesem tödlichen Virus nicht erkranken, allerdings könnten sie das Virus über ihr Federkleid übertragen. Hingegen gibt es keine gesicherten Aussagen und Untersuchungen welche wildlebenden Vögel infiziert werden können.


Symptome der Vogelgrippe bei Hund und Katze

Die Vogelgrippe verursacht alle typischen Grippesymptome, also hohes Fieber, Muskel- und Gliederschmerzen, Durchfall und verschiedene Beschwerden im Respirationstrakt. Insbesondere die Atmungsorgane werden stark angegriffen, es folgt Atemnot und endet oftmals mit einem irreversiblen Lungenschaden. Anfänglich zeigen sich Appetitlosigkeit und Mattigkeit, oftmals auch nur eine Bindehautentzündung. Ein aufmerksamer Tierhalter wird bemerken, dass etwas mit seinem Vierbeiner nicht stimmt. Der zeitliche Verlaufund Ausgang der Infektion ist aber entscheidend von der Qualität des Immunsystems eines infizierten Organismus abhängig.

 

Schutz und Maßnahmen

Leider gibt es keinen zugelassenen Impfstoff für Heim- und Haustiere, der gegen diese Infektionskrankheit schützen könnte. Dieses macht bei der Mutationsgeschwindigkeit dieses aggressiven Virus auch fast keinen Sinn. In aller Regel sind unsere Hunde und Katzen (und letztendlich auch wir selbst) durch eine etwas umsichtigere Haltung zu schützen. 

Dieses bedeutet kontrollierter Auslauf und Freigang, insbesondere in den Gefahrenmonaten Mitte Oktober bis Mitte Dezember und Mitte Februar bis Ende April (Wanderzeit vieler Vögel). Fernhalten von gefährdeten Tierarten (z. B. Teichenten,Schwäne etc.), absoluter Verzicht gefährdeter Futtermittel (rohes Geflügelfleisch, rohe Geflügel-Innereien, rohe Eier etc.). 


Ab einer Erhitzungstemperaturvon über 70° C wird das Virus zerstört, was auch bedeutet, dass industriellgefertigtes Futter generell ungefährlich ist. Dieses wurde uns von verschiedenen Futtermittelherstellern schriftlich bestätigt; die Stellungnahmen hierzu findet man auf den entsprechenden Internetseiten. Leider ist die langläufige Aussage, dass Virus wäre bei eingefrorenen Lebensmitteln ebenfalls zerstört nicht richtig. Eine Zerstörung kann nur durch pyrolytisch erfolgen.

 

Auch kein wirklicher Schutz! (Quelle: Rike/pixelio.de)

 

Da die Infektionsanfälligkeit und der Verlauf unmittelbar vom eigenen Immunsystem abhängig sind, wären Immunsystem aufbauende Maßnahmen optimal. Hierzu können Sie uns ansprechen, um eine geeignete Vorgehensweise zu erörtern.


Fazit und Ausblick

Die Gefahr der der Vogelgrippe besteht, und zwar für Mensch und Tier. Es handelt sich um eine gefährliche und im Einzelfall auch tödlichverlaufende Infektion, die - wenn einmal ausgebrochen - schwierig (insbesonderebei Tieren) zu behandeln ist. Dennoch ist mit etwas Umsicht und Konsequenz ein Schutz unserer Vierbeiner (und auch uns selbst) möglich.

Nicht hilfreich sind dabei die vielen unterschiedlichen Berichte, Behauptungen und Empfehlungen aus der Regenbogenpresse, die eher verunsichern als wirklich helfen.


Am aller wenigsten hilft Panikmache und unangemessene "verordnete" Maßnahmen wie - laut Berichten - in Rumänien. Dort wurden/werden lebende Hunde, Katzen und Streunertiere ohne weitere Untersuchungen in Plastikcontainer gepfercht und mit CO2 vergast. Die oftmals nur betäubten Tiere erleben dann bei Bewusstsein den Tod durch Verbrennen, indem man sie mit Diesel überschüttet und anzündet. Gegen diese brutale, unqualifizierte und willkürliche Vorgehensweise der rumänischen Behörden wurde zwar von Tierschutzorganisationen (z. B. Vier Pfoten International) protestiert, ob dieses eine andere Verhaltensweise nach sich zieht, bleibt abzuwarten.

Sollten Sie bei Ihrem Tier den Verdacht einer Infektion haben, sprechen Sie uns an, damit ggf. frühzeitig Maßnahmen eingeleitet werden können und Ihrem Tier geholfen werden kann.

 

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