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Lebenselixier Vitamine

Die Vitaminversorgung unserer Tiere - der Antrieb für den Organismus

 

Vitamine bzw.Vitaminversorgung werden sehr unterschiedlich in der Gesellschaft - und so auch von Tierhaltern - beurteilt und gehandhabt. So ergibt sich so manche  Diskussion, was nun besser ist, Vitamine aus natürlichen Lebensmitteln (z. B. Vitamin C aus Zitrusfrüchten, Paprika etc., oder Vitamin A aus der Leber) oder synthetisch hergestellte Vitamine, wie man sie in Form von Pulver-, Tabletten- oder Flüssigkeiten aus der Apotheke, Drogerie oder dem Supermarkt kennt.

Wissenschaftlich lässt sich diese „Glaubensfrage“ eindeutig beantworten. Die chemische Zusammensetzung synthetisch hergestellter Vitamine ist identisch mit den sogenannten „natürlichen“ Vitaminen. Wenn es also nur um Vitamine geht, spielt die Herkunft keine Rolle.

 

Einen Unterschied gibt es aber doch.

 

In den entsprechenden vitaminhaltigen Nahrungsmitteln sind neben Vitaminen noch andere Stoffe enthalten, die ebenfalls für eine gesunde Ernährung wichtig sind. Ob diese entsprechenden Nahrungsmittel uns bzw. unseren Tieren schmecken oder ob das entsprechende Vitaminpräparat nicht lieber angenommen wird, ist eine andere Frage, die aber hinsichtlich einer ausreichenden Vitaminversorgung durchaus eine Rolle spielen kann.

Auch über die Frage, ob überhaupt die Zuführung von Vitaminen, zusätzlich zur Nahrung, erforderlich ist, gibt immer wieder Anlass zu kontroversen Gesprächen.

 

Pillen, Tabletten oder Spritze - zusätzliche Vitamine gibt es in vielen Varianten (Quelle: links: Benjamin Klack/pixelio.de, Mitte: Ernst Rose/pixelio.de, rechts: Siegfried Fries/pixelio.de)


Für den Tierhalter ergibt sich folgende Situation: Er ist verunsichert, ob er seinem Tier zusätzlich Vitamine geben soll. Das Angebot an Vitaminpräparaten ist riesig groß und die massiv eingesetzte allgegenwärtige Werbung macht die Sache, ein geeignetes Produkt zu finden, ebenfalls nicht leichter. 

Eine qualifizierte Beratung ist bei den meisten Bezugsquellen (zoologischer Handel, Supermarkt, Internet etc.) nicht möglich, was zu Fehlentscheidungen führen kann. 

Und hinsichtlich der Fragestellungen, welche Vitamine, in welcher Menge und wie lange verabreicht werden sollen, verlässt man sich auf die Beschreibungen der Produkte, welche jedoch oftmals vertriebs- und absatzorientierten Gesichtspunkten folgen und nicht den Erfordernissen einer optimalen Versorgung des Tieres. 

 

Teure Pillen aus der Apotheke, Drops aus dem Tiershop oder "natürliche Vitamine" - eine Glaubensfrage! (Quelle: links: Juliane Drechsel/pixelio.de, Mitte: Moorhenne/pixelio.de, rechts: Manwalk/pixelio.de)


Aufgrund der oben aufgeführten Problematiken macht es Sinn, sich mit diesem wichtigen Thema mal näher zu beschäftigen und etwas Transparenz in diese Thematik zu bringen. 

 

Geschichtliche Entwicklung

 

Der Begriff Vitamin (zusammengesetzt aus lat. Vita „Leben“ und Amin„ Stickstoffverbindungen“) wurde von dem polnischen Biochemiker Casimir Funk geprägt.

Das erste Vitamin (Vitamin A > Retinol) wurde bereits 1909 entdeckt, die anderen Vitamine wurden in dem Zeitraum bis zur Entdeckung des Vitamins B9 – Folsäure im Jahr 1941 gefunden. 

Einige ehemalige Bezeichnungen wurden im Zeitverlauf wieder geändert oder besseren Wissens entfernt, heute (Stand 2004) sind uns insgesamt 20 Vitamine bekannt, wovon jedoch nur ein Teil als unerlässlich für die Gesundheit von Lebewesen gelten (siehe Tabelle weiter unten).

Um eine einheitliche Struktur der unterschiedlichen Vitamine zu bilden, wurde vom amerikanischen Biochemiker Elmer Verner McCollum 1913 die Vitaminbezeichnung mit Großbuchstaben des Alphabetes versehen, was international bis heute seine Gültigkeit hat. 

 

Casimir Funk (links) und Elmar Verner McCollum (rechts) zwei Pioniere der "Vitaminforschung"


Mit dem Wissen über die Vitamine und ihrer Wirkungsweise konnten im Zeitverlauf viele „Vitamin-Mangelerscheinungen“ und die dadurch bedingten Erkrankungen behoben werden.  Sicherlich wissen wir heute bereits sehr viel über diese lebensnotwendigen Substanzen und man wird sehen, was Wissenschaft und Forschung in Zukunft noch alles über diese Wirkstoffe heraus finden werden.

 

Vitamine –lebensnotwendig?

 

Diese Frage kann man zumindest für den größten Teil der heute bekannten Vitamine eindeutig mit ja beantworten. Ohne Vitamine würde kein Stoffwechsel funktionieren. Sie müssen regelmäßig über die Nahrung aufgenommen werden, damit sie die unterschiedlichen Funktionen ausüben können.

Dabei liefern sie als organische Verbindung keine Energie (anders als z. B. Kohlehydrate, Eiweiße oder Fette), stellen aber essenzielle (wesentliche) Nahrungsmittelbestandteile dar, ohne die es zu Mangelerscheinungen kommen würde und eine Aufrechterhaltung aller Lebensvorgänge nicht möglich wäre.

Die Funktion vieler Vitamine lässt sich mit der Wirkung eines Katalysators vergleichen, indem sie Stoffwechselreaktionen positiv beeinflussen, ohne sich dabei selbst zu verändern.

 

Zu den wichtigsten Aufgaben zählen: 

 

  • Regulierung bei der Verwertung von Kohlehydraten, Eiweißen, Fetten und Mineralstoffen
  • Stärkung des Immunsystems und vieler Körperfunktionen
  • Aufbau von Zellen, Blutkörperchen, Knochen und Zähnen etc.

 

Dabei hat jedes einzelne Vitamin eine andere Aufgabe und lässt sich nicht durch ein anderes ersetzen. Einige wenige Vitamine können bei bestimmten (gesunden) Lebewesen selbstständig gebildet (synthetisiert) werden und müssen daher nicht über die Nahrung zugeführt werden, andere wiederum können dieses nicht und benötigen eine regelmäßige Zuführung.

Bekanntes Beispiel hierfür ist das Vitamin C. So können beispielsweise Hunde, Katzen, Mäuse, Schweine u. a.  dieses Vitamin selbst synthetisieren im Gegensatz zu Menschen, Affen, Schlangen oder Meerschweinchen, die auf eine externe Zufuhr angewiesen sind.

Viele Tiere können auch z. B. Vitamin B3 (Niacin), B7 (Biotin), B11 (Folsäure) oder Cholin (früher bezeichnet als Vitamin B4) synthetisieren. Dieses gilt auch mit Einschränkungen und unter Einwirkung von natürlichem Sonnenlicht für das Vitamin D.

 

Als Voraussetzung hierfür gilt, das Lebewesen verfügt über einen gesunden, voll vitalen Organismus - Krankheit, Alter oder andere Umstände können eine ergänzende Zugabe indizieren. 

 

Beides Nagetiere und doch verschieden. Im Genesatz zur Maus (links) können Meerschweinchen (rechts) nicht selbstständig Vitamin C synthetisieren und müssen es über die Nahrung aufnehmen (Quelle: links: Dieter Schütz/pixelio.de, rechts: Wolfgang Wehl/pixelio.de)


Vitaminbedarf– die unbekannte Größe

 

Die Wissenschaft beschäftigt sich – wie eingangs erwähnt – nun schon über 100 Jahren mit der Erforschung von Vitaminen und deren Wirkungsweisen. So sollte man glauben, dass es für den Menschen und jedes andere Lebewesen eine wissenschaftlich gesicherte Empfehlung hinsichtlich des mengenmäßigen Vitaminbedarfes geben sollte. 

Weit gefehlt– die Empfehlungen einzelner Institutionen haben eine abenteuerliche Bandbreite, was gleichermaßen auch für Empfehlungen der Hersteller von Vitaminprodukten oder Futtermittellieferanten gilt.

Ein Beispiel hierfür ist wieder das Vitamin C. Die Empfehlungsbandbreite liegt beispielsweise für einen erwachsenen Menschen von 20 mg bis „so viel wie möglich“, wobei kurzfristig 5000 mg/Tag als „unbedenklich“ gelten.

In den USA werden 400 g/Tag gegenüber Deutschland (100 mg/Tag) empfohlen, man sieht, auch länderspezifisch gibt es hier sehr unterschiedliche Ansätze. 

Was bei dem Vitamin C vielleicht noch unbedenklich ist (als wasserlösliches Vitamin werden Überdosierungen einfach mit dem Harn ausgeschieden) so kann dieses bei vielen anderen Vitaminen ernsthafte Folgen haben.  

Daher ist die weiter unten aufgeführte Bedarfstabelle (für Hunde) lediglich ein Anhaltswert, der echte erforderliche Bedarf kann hiervon abweichen, ist von vielen Faktoren abhängig und sollte daher mit einem Tiermediziner abgeklärt werden.  

Insbesondere die jeweilige Lebenssituation verändert einen bestimmten Bedarf an Vitaminen. So haben tragende oder laktierende Hunde (oder andere Tiere) einen deutlich erhöhten Bedarf an bestimmten Vitaminen, was auch für die Welpen gilt. 

Auch Hunde im Leistungssport oder für bestimmte Arbeiten eingesetzte Hunde haben einen erhöhten Bedarf. 

Gleiches gilt für kranke Tiere während der Rekonvaleszenz, ältere Tiere,Tiere mit Stoffwechsel-störungen oder einseitiger Ernährung und anderen Auffälligkeiten. 


 

"Besondere Belastungen" erfordern eine erhöhte Vitaminaufnahme, die Hündin rechts benötigt Zusatzvitamine sicherlich dringend (Quelle: links: Cristine Braune/pixelio.de, Mitte: Knipseline/pixelio.de, rechts: Pixelbuehrer/pixelio.de)


Dieses macht umso deutlicher, dass es beim Thema Vitamine nicht um den schnellen Kauf von Vitamindrops im Tiershop geht. Es handelt sich hierbei vielmehr um eine wichtige Thematik im Sinne von „richtiger Ernährung“, die den Rat eines erfahrenen Tiermediziners erfordert. 

Eine Unterversorgung (Hypovitaminose) mit Mangelerscheinungen und nachfolgenden Erkrankungen ist sicherlich nicht gewollt und sollte vermieden werden. Aber fast noch schlimmer ist eine Hypervitaminose (Überversorgung), die ebenfalls belastend, krankmachend bis hin zu lebensbedrohenden Vergiftungen führen kann – oft unwissend herbeigeführt, im guten Glauben, etwas Gutes für sein Tier zu tun.

 

Übrigens: Die manchmal vertretene Ansicht, man könne die Leistungsfähigkeit durch eine erhöhte Gabe von Vitaminpräparaten steigern, ist völlig unsinnig und an den Haaren herbei gezogen.

Diese Praktiken sind für das Tier belastend – auf Dauer krankmachend und erfüllen nur den einen Zweck, den Herstellern von Vitaminprodukten, welche derartige „Versprechen“ geben, die Taschen zu füllen 


 


 

Die einzelnen Vitamine 

 

Hier wird unterschieden in fettlösliche (lipophile) Vitamine und wasserlösliche (hydrophile) Vitamine. Während die wasserlöslichen Vitamine bei Überversorgung i. d. R. über den Harn ausgeschieden werden können, verbleiben die fettlöslichen Vitamine im Organismus und speichern sich meist in der Leber ab, wo es bei anhaltender Überversorgung zu ernsthaften Vergiftungen kommen kann. Die nachfolgende Übersicht zeigt die relevanten Vitamine mit:

 

a) Wirkungsweise, 

b) Mangelerscheinung bei Unterversorgung,

c) Risiko bei Überversorgung und

d) Bedarfsempfehlung/Tagesbedarf (Anhaltswert siehe Ausführungen oben!).

 

Rot = fettlösliche Vitamine, Blau = wasserlösliche Vitamine 

 

Vitamin A (Retinol) 

a) Allg. Wachstum, Sehkraft, Haut, Knochen, Fortpflanzung

b) Wachstumsstörungen, Sehstörungen, Hauterkrankungen, Infektanfälligkeit

c) Hautveränderungen, Knochen- und Wachstumsstörungen, Übererregbarkeit, Welpenmissbildungen – besondere Vergiftungsgefahr bei älteren Tieren

d) 75 – 100IE/kg Körpergewicht

 

Vitamin B1 (Thiamin) 

a) Kohlenhydratstoffwechsel, Schilddrüsen-, Herz,- Nervenfunktion, Fressunlust, Muskeln

b) Bewegungsstörungen, Leistungsminderung, Muskelschwäche, Gewichtsverlust

c) kaum bekannt, evtl. Kreislaufprobleme (Schwäche)

d) 0,02 mg/kg Körpergewicht  

 

Vitamin B2 (Riboflavin) 

a) Stoffwechselprozesse

b) Veränderungen Zungenschleimhaut, Wachstumsstörungen, Anämie, entzündliche Hautveränderungen -, geringe Wurfgrößen, Diarrhöe 

c) nichtbekannt

d) 0,05 mg/kgKörpergewicht

 

Vitamin B3 (Niacin) 

a) Nährstoffwechsel - insbesondere Hirnstoffwechsel, Zellatmung u. –energie, Herztätigkeit / Muskeln / Bindegewebe

b) Nachlassende Hirntätigkeit - Demenz, Haut,- Schleimhautentzündungen – Dermatitis, Durchfall

c) Blutdrucksenkung, Schwindel, Erhöhung Harnsäuregehalt i. Blut

d) 0,25 mg/kgKörpergewicht

 

Vitamin B5 (Pantothensäure) 

a) Coenzymenaufbau, Zellstoffwechsel, Abbau von Fetten. Kohlehydraten und Aminosäuren, Synthese von Cholesterin, Energiefreisetzung, Haut und Schleimhaut

b) Müdigkeit, Stimmung, schmerzende Muskeln, Immunschwäche, Haarausfall, Fettleber, Magenschmerzen, Anämie, Wachstumsstörungen

c) Darmstörungen

d) 0,20 mg/kgKörpergewicht

 

Vitamin B6 (Pyridoxin)

a) Proteinstoffwechsel, Blutbildung, Nerven

b) Appetitverlust, Durchfall, Erbrechen, Dermatitis, Wachstumsstörungen, Anämie, Nervenstörungen, Kreislaufstörungen, Gewichtsverlust, Krampfzustände, Stimmung

c) Neurotoxität – Gangstörungen, Reflexausfälle, Störungen Temperaturempfinden, Lichtempfindlichkeit, Durchblutungsstörungen, Dermatitis

d) 0.02 mg/kgKörpergewicht

 

Vitamin B7 (Biotin) 

a) Stoffwechselprozesse, Haut, Krallen, Haar

b) Hautstörungen, Haarausfall – glanzloses Fell, spröde Krallen, Blutarmut, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Muskelschmerzen, erhöhte Cholesterinwerte, Unterzuckerung, Entzündungen an der Zunge, Wachstumsstörungen

c) Verringerte – verzögerte Insulinausschüttung

d) 0,002mg/kg Körpergewicht

 

Vitamin B9 (Folsäure) 

a) Zellteilung, Blutbildung, Stoffwechselprozesse, Haut

b) Welpenfehlbildungen,  Frühgeburten, Gewichtsverlust, Verschlechterung Blutbild, Immunerkrankungen

c) Allergien Schlafstörungen

d) 0,004 mg/kg Körpergewicht
 

Vitamin B12 (Cobalamin)

a) Zellwachstum, Blutbildung, Funktion Nervensystem

b) Erschöpfung – Schwäche, Konzentrationsstörungen, Blutarmut, Nervenstörungen, Wachstumsstörungen

c) Akne, Reflexstörungen

d) 0,0005mg/kg Körpergewicht

 

Vitamin C (Ascorbinsäure) 

a) Infektionsschutz, Zell,- und Gewebeschutz, Aufbau von Bindegewebe, Knochen und Zahnschmelz, Gelenke, Wundheilung, Entzündungs-, und Blutungshemmend, Fettstoffwechsel, Antioxidanz, verschiedene Stoffwechselprozesse

b) Leistungsschwäche, Müdigkeit, Gelenkschmerzen, schlechte Wundheilung, Appetitlosigkeit

c) Übelkeit, Erbrechen, Bildung Harnsteine, Magenübersäuerung, Durchfall

d) 1,5 – 2mg/kg Körpergewicht (höher bei Erkrankungen)

 

Vitamin D (Cholecalciferol) 

a) Regulierung Calciumspiegel, Blut-, und Knochenaufbau

b) Knochenerweichung, -verkrümmung, Rachitis, Osteoporose, Infektanfälligkeit, Muskelschwäche

c) Calciumablagerungen -in Knochen, Herzmuskel, Blutgefässe, Magen Nieren-Erbrechen, Schwindel, Magen-Darm-Störungen, Durchfall

d) 10 IE/kgKörpergewicht

 

Vitamin E (Tocopherol) 

a) Immunsystem, Entzündungshemmend, Zellerneuerung, Antioxidanz, reguliert Cholesterinwerte und Hormonhaushalt, Blutgefäße, Muskeln, Fortpflanzungsorgane,

Stärkung Nervensystem, Verbesserung Durchblutung

b) Sehschwäche, Muskelschwund, Müdigkeit, Fortpflanzungsprobleme, Leistungsschwäche, Herzprobleme, schlechte Wundheilung

c) Schlechte Wundheilung, Mangelerscheinungen, Schwindel, Übelkeit

d) 0,5 - 1,0mg/kg Körpergewicht

 

Vitamin K (K1 Phyllochinon, K2 Menachinon) 

a) Blutgerinnung, Knochenstoffwechsel, Immunsystem, Zellwachstumsregulierung, Wundheilung, Vitalität

b) Innere Blutungen, Blutungen der Haut und Schleimhaut, Knochenerkrankungen,

c) nicht bekannt ggf. Nierenerkrankungen

d) 0,01 mg/kgKörpergewicht (externe Zugabe nur notwendig bei Darmstörungen

z, B, durch Zugabe von Antibiotika oder Vergiftungen auf Cumarinbasis)

 

Vitamin Cholin (Cholinchlorid) (B-Vitamin) 

a) Unterstützt: Leberfunktion, Herztätigkeit, Nervenfunktion, Fettstoffwechsel, Hirnleistung, reguliert Cholesterinspiegel, vermindert nerv. bedingte Krampfanfälle

b) Herz-,Kreislaufbeschwerden, verminderte Nerven- und Hirnleistung, gestörte Nierenfunktion, Fettleber, Bluthochdruck

c) Erbrechen, Übelkeit, Schwindel, Durchfall, Blutdruckabfall, nach Fisch riechender Körpergeruch, Erythrozytenmangel

d) 25mg/kg Körpergewicht
 

In der Leber sind fast alle Vitamins enthalten (A, B1, B2, B3, B5, B6, B7, B9, B12, D, K, Cholin) allerdings teilweise in sehr hohen Dorsierungen. Eine regelmäßige und intensive Fütterung mit Leber kann schnell zu einer Hypervitaminose führen, insbesondere wenn noch zusätzlich Vitamindrops etc. als Leckerchen gegeben werden. (Quelle: Paul Gerorg Meister/pixelio.de)

 

Je nach Art und Sorte des Futtermittels sind unterschiedliche Vitamine enthalten bzw.wurden zugegeben. Dabei werden Über-, und Unterdosierungen meist vermieden, so dass eine ausreichende Versorgung sichergestellt sein müsste.

Allerdings sind die Vitamine unterschiedlich empfindlich gegen Wärme-, Kälte-,   Licht- und Sauerstoffeinwirkung und haben teilweise eine kurze Lagerungsfähigkeit, was eine ausreichende Versorgung ausschließlich über das gereichte Futter in Frage stellen kann. Hinzu kommt – wie bereits oben erwähnt –, dass eine erhöhte oder zusätzliche Vitaminzugabe situationsbedingt angeraten ist.

 

Unsere Empfehlung:

 

Bevor Sie Ihrem Tier irgendwelche Vitaminzusätze bzw. Vitaminpräparate geben und ggf.unnötigerweise ein Risiko eingehen, fragen Sie bei einem Tiermediziner nach. Zum Beispiel haben sich viele Tierheilpraktiker auf Ernährungsberatung spezialisiert und können für Sie, respektive Ihrem Tier, eine optimale Versorgung sicherstellen.

 

Letztendlich sollten ja wir alle das gemeinsame Ziel verfolgen:

 

Erhaltung einer stabilen und dauerhaften Gesundheit unserer tierischen Gefährten

 

Falls Fragen zum Thema Ernährung, insbesondere Vitamine, bestehen sollten, kontaktieren Sie uns, wir helfen gerne weiter.

 

Ihre Tierheilpraxis Materia Medica

 

Kontakt:   

Tierheilpraxis Materia Medica

Thomas Freund

Tierheilpraktiker

 

Werner Hellweg 80

44803 Bochum

Telefon:
Fax:
Mobil:

0234 - 978 359 48
0234 - 978 359 49
0172 - 20 74 273

E-Mail:

tierheilpraxis@materia-medica-bo.de

 

Spechzeiten:

Mo-Di-Mi-Fr

10-13 Uhr
16-20 Uhr

Do 

10-13 Uhr

Sa

10-13 Uhr

Und nach Vereinbarung.

 

Um Wartezeiten zu vermeiden bitten wir um eine telefonische Terminabsprache.

 

Hausbesuche nach Vereinbarung.