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Sommer = Allergiezeit?

- oder warum schnieft mein Hund?

 


Sommer, die Jahreszeit mit den vielen warmen Sonnentagen, in der man viel Zeit draußen verbringt und schnell die voran gegangenen feucht-kalten Monate vergessen lässt, die schönste Jahreszeit für Mensch und Tier - sagt man. 

 

Für viele Zeitgenossen hingegen wird die Sommerzeit mit geröteten Augen, juckenden Schleimhäuten im Hals/Rachenbereich, Hautpusteln bis hin zur Neurodermitis, ständigen Niesattacken und vielleicht sogar Asthmaanfällen zur Horrorzeit; sie harren daheim unter Einnahme unterschiedlicher Medikamente aus und warten auf den Herbst.

 

Dieses galt noch bis vor einigen Jahren (wenige Ausnahmen ausgenommen) hauptsächlich für die Gattung Mensch, mittlerweile haben Allergien aber auch die Tierwelt, insbesondere unsere Haus- und Heimtiere, erobert.  So quälen sich Waldi an der Leine, Miezi in der Wohnung und Jocki im Käfig ähnlich, wenngleich auch die Leidensursache eine andere sein mag. 

 

Allergische Kontaktdermatitis (Graspollen) bei einem Basset (Quelle: Farbatlas der Hautkrankheiten bei kleinen Haustieren, G.T.Wilkinson, R.G.Harvey, Schlütersche Verlag u. Druckerei 1999)


Was ist nun eigentlich das große Übel, welches einen großen Teil der Menschheit und zunehmend immer mehr Tiere jedes Jahr über Monate peinigt und sich hinter der Bezeichnung Allergie verbirgt?

 

Wissenschaftlich versteht man unter einer Allergie „…eine angeborene oder erworbene Änderung der Reaktionsfähigkeit des Immunsystems gegenüber körperfremden (eigentlich unschädlichen) Substanzen“.

D. h. das körpereigene Immunsystem reagiert auf bestimmte Allergie-auslösende Substanzen (Allergene, z. B. Gräserpollen) in übermäßiger Weise. Bei den Allergenen handelt es sich immer um komplexe Aminosäureverbindungen, also Eiweißverbindungen, welche als körperfremd erkannt und abgewehrt werden sollen. 

 

Hauptauslöser dabei sind: 

 

  • Lebensmittel inkl. der darin enthaltenden Zusatzstoffe
  • Haare und Hautschuppen
  • Speichel, Insektenstiche, Parasitenbisse
  • Pollen jeglicher Art
  • Bakterien und Pilze
  • Medikamente 

 

Nahrungsmittelintpleranzen bei einem jungen Chihuahua und einer Katze (Quelle: Farbatlas der Hautkrankheiten bei kleinen Haustieren, G.T.Wilkinson, R.G.Harvey, Schlütersche Verlag u. Druckerei 1999)


Interessant ist auch die Tatsache, dass die meisten Allergien sich erst allmählich entwickeln. Selbst bei vorbelasteten Tieren (beide Elterntiere hatten ebenfalls Allergien) kommt es oft nicht sofort zum Ausbruch sondern erst dann, wenn ein bestimmter Punkt im Zeitverlauf überschritten wurde. Dabei ist oftmals das Multiplikationsphänomen  zu beobachten.

  

Beispiel:

 

Nachgewiesener Weise reagiert ein entsprechend disponierter Mensch auf die Allergene X, Y und Z allergisch.

(X= Speichel von Katzen, Y= verschiedene Gräserpollen Z= frische Erdbeeren,)

 

In einem Katzenhaushalt kann nun  folgendes passieren:

 

Winter > keine Allergie obwohl X präsent

Frühjahr > Allergie, X + Y präsent

Sommer > Starke Allergie wenn zu X + Y auch noch Z kommt

Herbst > kaum Allergie da nur noch X + selten Z

 

Flohbissüberempfindlichkeit bei einem Collie-Mischling und Sydney Silky Terrier (Quelle: Farbatlas der Hautkrankheiten bei kleinen Haustieren, G.T.Wilkinson, R.G.Harvey, Schlütersche Verlag u. Druckerei 1999)


Aus dem Beispiel wird ersichtlich, dass eine Fehlinterpretation des Immunsystems erst bei bestimmten individuell verschiedenen Multiplikationsgeraden auftritt und dann erst eine Überreaktion mit allen Begleiterscheinungen entsteht.

Natürlich gibt es auch gewaltige Reaktionen auf einen einzelnen Stoff (man denke nur an Insektenstiche oder bestimmte Nahrungsmittelunverträglichkeiten), diese sind aber weitaus seltener und oftmals auch steuerbar (Nahrungsmittel).

 

Wie zeigt sich eine Allergie beim Tier?

 

Kurz um, genau wie bei uns Menschen.

Die Haut (auch Schleimhaut, Bindehaut etc.) als größtes Organ, was den inneren Zustand eines Lebewesen nach außen hin zeigt, kann unterschiedlich betroffen sein (Pusteln, Ekzeme, Rötungen, Schuppen, Jucken etc.) - gleiches gilt auch für das Fell.

Im Respirationstrakt erfolgt Schleimbildung, Niesen, Husten, Jucken, Asthma etc.

Der Verdauungstrakt kann mit Durchfall, Erbrechen, Blähungen etc. reagieren.

 

Gerötete Augen, oftmals erste Zeichen einer einsetzenden Allergie

 

Vor dem Hintergrund, dass sich das Tier oft bereits lange mit einer Allergie auseinandersetzt (unentdeckt) und die Krankheitsausprägungen sehr störend und belastend sein können, sollte sofort eine Vorstellung beim Tiermediziner erfolgen. Hinzu kommt, dass viele Erscheinungsbilder durch unterschiedliche Ursachen herrühren können, daher ist eine gründliche Diagnose unumgänglich. Auch wird die Behandlung einer länger manifestierten Allergie deutlich schwieriger und langwieriger.

 

Was kann man tun?

 

Da die ganze Krankheit unmittelbar durch ein nicht vollständig intaktes Immunsystem entsteht, wäre eine Behandlung im Sinne einer ganzheitlichen Therapie anzustreben. Aus unserer Sicht bringt es (Notfälle ausgenommen) nichts, mit Kortikoide und Ausschaltung des Immunsystems einen kurzfristigen Behandlungserfolg zu erzielen. Eine weitere Schwächung des Immunsystems wird einsetzen und die eigene Körperabwehr immer unzureichender werden.

Die Stärkung des eigenen Immunsystems kann auf unterschiedliche Weise geschehen, ist aber mit der Gabe von einigen selbst verordneten Tropfen Echinacea auch nicht getan.

Erfolg versprechend ist die so genannte Dreisäulentherapiedie sich aus einem physiologisch-manuellen, homöopathischen und ernährungsbezogenen Teil zusammensetzt. Die Behandlung erfordert Geduld und Konsequenz, hat aber insgesamt meist eine positive Prognose.

 

Wenn Sie Fragen zum Thema haben – bitte nehmen Sie Kontaktmit uns auf.

 

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