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Mykotherapie - Heilen mit Pilzen

Alternative Therapieform oder Scharlatanerie?

 

Jeder kennt Pilze, entweder aus schmackhaften Speisen oder von Sparziergängen in der Natur, wo sie sich manchmal versteckt oder auch offen (z.B. Wiesenchampignons) zeigen. Doch wer isst Pilze zur Stabilisierung des Blutkreislaufes, bei Stoffwechselstörungen, Nieren- oder Hauterkrankungen oder gar bei Krebs? Und wer würde Pilze im Krankheitsfall seinem treuen Vierbeiner geben?

Einige wenige Therapeuten, die den ganzheitlichen Ansatz einer naturmedizinischen Behandlung folgen, setzen bestimmte Heilpilze bei Ihren vierbeinigen Patienten ein. So bekommt Schäferhund Rashid, welcher seit langen Zeit ein von der Schulmedizin erfolglos behandeltes Magen- und Darmproblem hat, den Heilpilz Hericium, anfangs drei Kapseln am Tag, nach deutlicher Verbesserung nur noch eine.

Sein keiner Kollege Shih-Tzu Mr. Wong, früher an chronischer Erkältung und Bronchitis leidend, bekommt eine Mischung aus den Heilpilzen Cordyceps und Reishi.

Würde man die Namen der Patienten vertauschen und diese erfolgreiche Behandlung hätte bei Frau Müller oder Herrn Meier stattgefunden, so hätten viele Mediziner sofort eine Erklärung parat. „Der Glaube heilt“, „Placeboeffekt“ usw. wäre mit einer gesunden Portion Spot und Ablehnung das Resümee vieler Kollegen in Weiß.

Dieses kann jedoch für die beiden Patienten Rashid und Mr. Wong nicht gelten. „Glaube und Placebo“ funktionieren bei Tieren nicht! Also ist an der Heilkraft der Pilze doch was dran? Da es zu diesem interessanten Thema mittlerweile auch sehr vielversprechende Forschungs-ergebnisse und Untersuchungen gibt beschäftigt sich dieser Artikel einmal näher damit.

 

Mit der "Pilzkur" geht es mir ausgesprochen gut!

 

Der Pilz, das unbekannte Wesen - was sind Pilze eigentlich? 

 

Na Pflanzen, was sonst werden die meisten sagen, aber stimmt das? Wo ist denn das für Pflanzen typische Chlorophyll und was ist mit der notwendigen Photosynthese, die Pflanzen zum Überleben brauchen – Pilze benötigen beides nicht! Ihre Zellwände enthalten keine Zellulose (wie Pflanzen) sondern Chitin (wie Tiere).

Ähnlich wie Tiere decken Pilze ihren Ernährungsbedarf durch Verdauen anderer Lebewesen. Nur haben sie keinen Magen, Darm etc. Die Verdauung findet nach dem Eindringen in die entsprechende „Beute“ durch Ausschüttung von Verdauungsenzymen statt, erfolgt also außerhalb des Pilzkörpers. 

Später wird die so erzeugte Nahrung aufgenommen. Sind Nahrungspotentiale (organische Materie) im Zugriffsbereich des Pilzes verbraucht, stirbt (verhungert) er ab, hier besteht eine mit Pflanzen vergleichbare „Unmobilität“. Aber insbesondere die Vorgänge im Rahmen des Stoffwechsels weisen eher auf einen tierischen Organismus hin.

Offensichtlich gibt es neben Pflanzen und Tieren eine dritte Lebensform „das Reich der Pilze“ was noch viele Überraschungen verbirgt. 

Das was wir im Allgemeinen als Pilz bezeichnen (Stil und Kappe) ist gar nicht der eigentliche Pilz, sondern lediglich das Fortpflanzungsorgan was auch als Fruchtkörper bezeichnet wird. Der eigentliche Pilz besteht aus unzähligen Fäden (Hyphen) die ein Geflecht ergeben, was Mycel bezeichnet wird. Das Mycel befindet sich in der Erde unterhalb des Fruchtkörpers.

 

Aufbau eines Ständerpilzes


Das Reich der Pilze ist ausgesprochen vielseitig, artenreich und auf sehr viele unterschiedliche Lebensbedingungen spezialisiert (es gibt über 100.000 Arten). 

Besonders sind aber auch die Leistungen, die Gefahren und der Nutzen den manche Pilze erbringen. 

Man denke da nur an die leckeren Pfifferlinge, die schönen aber giftigen Fliegenpilze, die bizarren Baumpilze, krankmachende Schimmelpilze und natürlich an die vielen Heilpilze. 

Pilze finden ihre Verwendung als Nahrungsmittel, zur Fermentierung, in der Bodenentgiftung, dem natürlichem Recycling und natürlich in der Medizin, wo z. B. toxische Pilze sich in der Homöopathie wiederfinden oder man denke an das Penizillin was als Antibiotikum viele Leben retten konnte.

 

Champignon, Pfifferling, Steinpilz - bekannte und schmackhafte Speisepilze (Quelle: links: Betty/pixelio.de, Mitte: Zahner/pixelio.de, rechts: Meinhard-Siegmundt/pixelio.de)

 

Fliegenpilz - schön aber giftig ! Schimmelpilz - hässlich und giftig! (Quelle: links: Rita Köhler/pixelio.de, rechts: Kurt-Michel/pixelio.de)

 

Bizarr - der Baumpilz! Lebensrettend - der Penizillinpilz! (Quelle: Stowa/pixelio.de)


In diesem Zusammenhang sind auch die klassischen Heilpilze aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) zu betrachten, dessen Ergebnisse heute durch wissenschaftliche Studien, aber auch durch Beobachtungen und Erfahrungen, bei Anwendung naturmedizinischer Therapien bestätigt wurden.

Ohne hier auf die einzelnen wissenschaftlich nachgewiesenen Wirkungsweisen und Heilmechanismen eingehen zu wollen, zielt die Mykotherapie (Pilzheilkunde) in drei Richtungen:

 

  • Entgiftung (Entlastung des Körpers und Schaffung einer Heilbasis)
  • Regulation (Fehlfunktionen, -interpretationen etc. werden ausgeglichen und zur  Normalität zurück geführt)
  • Stärkung (der gesamte Organismus, das Immunsystem undspezielle Organe und Körperbereiche werden hinsichtlich seiner Funktionsfähigkeit gestärkt)

Dabei haben die verschiedenen Heilpilze unterschiedliche „Ziel- und Wirkungsadressen“. Durch sinnvolle Kombination erzielt man oft einen Verstärkungseffekt, was sich hinsichtlich Heilungszeit und –erfolg positiv darstellt.

Die Einnahme von Heilpilzen erfolgt durch Kapseln, die mit reinem, getrocknetem Pilzpulver gefüllt sind. Außerordentlich wichtig ist dabei, dass das Pulver aus dem ganzen Pilz (also Fruchtkörper und Mycelen) gewonnen wird, da ansonsten wesentliche Bestandteile fehlen (oft bei Dumping-Angeboten).

Reines Pilzpulver in Kapseln (Quelle: MycoVital AG, Limeshain)


Die Aufnahme bei Hunden ist allgemein unproblematisch und kann unterschiedlich sein. 

Große und umgängliche Hunde bekommen „ihre Pilzkapsel“ direkt bzw. mit einem Leckerchen. Bei kleineren Hunden kann man eine halbe Kapsel auch über das Futter streuen oder ebenfalls in Leckerchen unterbringen. (das Pilzpulver hat keinen unangenehmen Beigeschmack, da die meisten Pilze auch zubereitet und verzehrt werden können).

 

Klangvolle Namen – hohe Heilerfolge

 

Wer nun glaubt, dass alle Heilpilze ausschließlich in Asien vorkommen, klangvolle chinesische Namen tragen und medizinisch nur in der TCM zu finden sind, der irrt gewaltig. Auch in Nordamerika kannten die dortige Urbevölkerung „ihre Heilpilze“, und selbst in Europa soll der Eismensch Ötzi zwei Heilpilze bei sich gehabt haben, was übrigens bedeuten würde, dass Heilpilze bei uns weit früher bekannt waren als bei den Chinesen & Co. 

Vermutlich konnte bei uns dieses naturmedizinische Wissen nicht konserviert  werden und verschwand im Mittelalter auf den vielen Scheiterhaufen der „christlichen  Inquisition“. 

 

Der älteste bekannte Heilpilz (4000 Jahre) ist der „Glänzender Lackporling“. bekannter unter dem japanischen Namen Reishi oder chinesischen Bezeichnung Ling Chi. Dieser Pilz wird zur Regulierung des Immunsystems eingesetzt. Er wirkt u. a. herzstärkend, hemmt Tumorbildung, reguliert den Cholesterinspiegel und die Histaminfreisetzung, entgiftet die Leber und hilft bei Entzündungen.
 

links: Reishi, rechts: Maitake (Quelle: MycoTrop AG Limeshain)


Ein ebenfalls bemerkenswerter Heilpilz ist der Maitake, der hierzulande als Klapperschwamm bezeichnet wird. In den USA hat er seine besondere Bedeutung in der alternativen Krebsbehandlung, da er stark Tumor hemmend ist (insbesondere bei Knochen- und Gehirntumoren). 

Aber auch bei Osteoporose, Diabetes und Bluthochdruck sollte er berücksichtigt werden. Und so haben auch die Heilpilze Shiitake, Coprinus, Polyporus, Hericium und viele mehr ihre bestimme Wirkungs- und Regulationsbereiche. Welche Pilzkombination sinnvoll und effektiv für ein individuelles Leiden ist, entscheidet der Mykotherapeut (HP/THP mit Zusatz-ausbildung), der im Rahmen einer Fachausbildung die Wirkungsweisen der Heilpilze kennt.

 

Der erfolgreiche Einsatz von Heilpilzen setzt eine fundierte Ausbildung zum Mykotherapeuten voraus!

 


Gegen welche Leiden sind Heilpilze einsetzbar?

 

Grundsätzlich können Heilpilze bei akuten wie auch chronischen Leiden eingesetzt werden. Aber gerade bei chronischen Leiden, die vielleicht von der Schulmedizin schon aufgegeben wurden, ist diese Therapie sehr zu empfehlen, da sie sich die Zeit nehmen kann, langsam regulierend einen Heilungsprozess herbei zu führen.

Da, wo im Zeitverlauf eine Cortisontherapie aus Gründen der immer heftiger werdenden Nebenwirkungen abgebrochen werden muss, verläuft eine Mykotherapie nebenwirkungsfrei!

 

Da eine Einzelbeschreibung den Rahmen dieser Dokumentation sprengen würde, soll die nachfolgende Übersicht für den Einsatz von Heilpilzen hier genügen. Die Übersicht entspricht den Anwendungsmöglichkeiten beim Menschen wie auch bei Tieren.  


Mykotherapie– Anwendungsbereiche (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) 

 

  • Allergien, Arteriosklerose, Arthritis, Asthma bronchiale, Autoimmunerkrankungen
  • Bauchspeicheldrüse, Bluthochdruck (zu niedrigen Blutdruck), Bronchitis
  • Cholesterin, Darmentzündungen, Störung der Darmflora, Depressionen, Diabetes mellitus, Durchblutungsstörungen, Erkältungen, Erschöpfung, Fibromyalgie, Gastritis,  Gicht
  • Hauterkrankungen, Herzrhythmusstörungen, Erkrankungen des Harnapparates
  • Krebs, Koronare Herzkrankheit, Impotenz, Kopfschmerzen
  • Lebererkrankungen, Erkrankungen des Lymphsystems, Migräne, Multiple Sklerose, Ödeme, Schlaflosigkeit
  • Sodbrennen, Tinnitus, Tumorerkrankungen, Übergewicht, Unruhe


Speziell in der Tiermedizin konnten bei Hunden besonders gute Heilungsergebnisse erzielt werden. Neben der unterstützenden Heilwirkung ist hier die entgiftende Funktion besonders wertvoll, insbesondere vor dem Hintergrund, dass in der Tiermedizin viel zu oft und zu stark mit belastenden Medikamenten umgegangen wird.

Hinzu kommen Belastungen aus der Ernährung und natürlich allgemeine Umweltbelastungen, für die unsere Vierbeiner genauso wie wir empfänglich sind, was man am rapiden Anstieg der allergisch erkrankten Hunde sehen kann.

Es empfiehlt sich regelmäßig einmal im Jahr eine allgemeine Entgiftungskur anzusetzen, um schädliche, eingelagerte Giftstoffe abzubauen.

Auch nach schulmedizinischen  Behandlungen (besser wäre natürlich begleitend) mit massivem Medikamenteneinsatz sollte eine langsame Entgiftung eingeleitet werden (bzw. von vornherein verhindert werden).

Aber auch hinsichtlich der Regulierungsfunktion konnte so manch einem vierbeinigen Patienten geholfen werden, wo viele Tiermediziner bereits aufgegeben hatten und den Fall mit der Diagnose „Therapieunfähig“ abgeschlossen haben.

Dieses trifft besonders für langwierige Krankheiten wie z. B. Allergien, Hauterkrankungen oder Stoffwechselerkrankungen zu.

 

Unsere Empfehlung: 

Man sollte diese sanfte Form einer ganzheitlichen Behandlung mit Ruhe und Geduld bei den 

o. a. Indikationen versuchen, es sind garantiert keinerlei negative Nebenwirkungen zu erwarten. Die Kosten einer solchen Therapie sind im Vergleich mit den bekannten Berechnungen schulmedizinischer Behandlungen sehr moderat.

 

 

Weiterführende Informationen erhalten Sie selbstverständlich in unserer Tierheilpraxis. 

Falls Sie Fragen zur Therapie bzw. eine individuelle Beratung haben möchten, 

sprechen Sie uns an, wir helfen Ihnen und Ihrem Tier gerne.

 

Ihre Tierheilpraxis Materia Medica

 

Kontakt:   

Tierheilpraxis Materia Medica

Thomas Freund

Tierheilpraktiker

 

Werner Hellweg 80

44803 Bochum

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Fax:
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0234 - 978 359 48
0234 - 978 359 49
0172 - 20 74 273

E-Mail:

tierheilpraxis@materia-medica-bo.de

 

Spechzeiten:

Mo-Di-Mi-Fr

10-13 Uhr
16-20 Uhr

Do 

10-13 Uhr

Sa

10-13 Uhr

Und nach Vereinbarung.

 

Um Wartezeiten zu vermeiden bitten wir um eine telefonische Terminabsprache.

 

Hausbesuche nach Vereinbarung.