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Hunde, fit im Winter

Tipps für die weiße Jahreszeit


Die meisten unserer vierbeinigen Freunde fühlen sich in der kühlen Jahreszeit und insbesondere im Schnee pudelwohl. Im Schnee  herum zu tollen oder an einer aufregenden Schneeballschlacht teilzunehmen und dort zu zeigen, wie perfekt ein Schneeball aufgefangen werden kann - eine verlockende Vorstellung für jeden Hund, egal ob groß oder klein. Dennoch sollte der fürsorgliche Halter dabei einiges beachten, damit aus dem winterlichen Ausflug kein nachgelagerter Krankheitsfall wird.

 

"Pudelwohl" im Winter (Quelle: Elke Barbara Bachler/pixelio.de)


Dabei werden immer wieder folgende Fragen gestellt:


Darf mein Hund Schnee fressen?

  

Jein. Sicherlich ist ein gelegentliches Schlecken von etwas frischem Schnee auf einem unbelasteten Feld- oder Waldweg unbedenklich. Gefährlich wird es jedoch, wenn Ihr Hund überall und öfters Schnee aufnimmt. Dabei werden oftmals schädliche Fremdstoffe, die sich im Schnee befinden, mit aufgenommen, welche dann für gesundheitliche Probleme verantwortlich sind. Insbesondere in der Stadt ist dieses durch die erhöhte Schadstoffemission, Streusalz und Spliteinsatz etc.  gegeben– hier sollte man darauf achten, dass Bello keinen Schnee frisst.

Aber auch in der freien Natur würde die Aufnahme größerer Schneemengen zu gesundheitlichen Problemen führen.  Oftmals werden Magen-Darm-Entzündungen, u. U. verbunden mit Durchfall und Erbrechen, beklagt, die behandelt werden sollten.

Unbelehrbare Dauerschneefresser neigen dann oftmals zu einer Gastritis. Diese Magenschleimhautentzündung muss auf jeden Fall umgehend behandelt werden.

Sollten Sie also nach ausgedehnten winterlichen Sparziergängen bei Ihrem Hund auf einmal öfters Erbrechen und/oder Durchfall beobachten, so konsultieren Sie besser Ihren Tierheilpraktiker.


 

Schneemahlzeit - nicht ganz unproblematisch (Quelle: Stefanie Abel/pixelio.de)


 Schneebälle – schädlich für die Zähne?

 

Hier geht es unseren Vierbeinern ebenso wie uns Menschen. Manche Tiere reagieren empfindlich auf Kälte oder Wärme andere nicht. Daher sollte es kein Risiko darstellen, wenn Ihr Hund Ihren Schneeball fängt -vorausgesetzt Ihr Hund hat keine bestehenden Zahnprobleme. Zwar könnte es, durch die Kälte bedingt,  zu kleinsten Rissen im Zahnschmelz kommen, was später theoretisch den Weg für Karies bilden könnte. Dieses ist aber, verglichen mit uns Menschen, bei unseren Hunden ein kaum beachtenswertes Problem, da unsere Hunde ernähungsbedingt viel weniger anfällig für Karies sind.

Also gegen gelegentliche Schneeballschlachten mit Bello kann nichts eingewendet werden, natürlich nur mit frischen, sauberen Schnee, ohne Eis oder andere Fremdstoffe.

 

Gleich hab ich dich (Quelle: AnaI./pixelio.de)


Winterbekleidung – sinnvoll oder Kitsch

 

Aus medizinischer Sicht macht eine spezielle Schutzbekleidung in den meisten Fällen keinen Sinn. Die manchmal peinlichen „Verkleidungen“ entspringen da wohl eher dem Modeempfinden des Halters oder auch einem übertriebenen Fürsorgeverhalten mancher „Leinenführer“. Ein gesunder und normaler Hund wird seinem Besitzer zeigen, sollte er frieren. Man muss hierbei bedenken, dass ein Hund viel mehr in Bewegung ist und daher eine weitaus bessere Körperdurchwärmung hat als wir. Allerdings gibt es auch hier Ausnahmen, bei besonders kurzhaarigen Rassen und bewegungsarmen Hunden könnte Schutzkleidung empfehlenswert sein. Dieses gilt natürlich auch für Hunde, die an einer Organ- oder Knochenkrankheit leiden.

Auf jeden Fall, mit oder ohne Mantel, nach jedem Ausgang sollte der Hund gründlich abgetrocknet werden und den Zugang zu einem warmen Platz haben.

 

Ohne Mantel geht ich im Winter nicht aus dem Haus! (Quelle: M.Gro-mann/pixelio.de)


Spezielles Winterfutter – notwendig oder nicht?

 

Diese Frage lässt sich sehr einfach beantworten. Für die Wahl des Futters spielt einzig und allein der Energieverbrauch die entscheidende Rolle. Für die meisten Stadthunde wird sich am Kalorienverbrauch im Winter nicht viel ändern. Bei Hunden, die viel Bewegung haben und viel im Freien gehalten werden, kann sich ein erhöhter Kalorienverbrauch einstellen, der über die Futterbereitstellung geregelt werden muss.

Es macht aber i. d. R. keinen Sinn, im Winter die Futtermarke zu wechseln und auf ein anderes, hochwertigeres Futter saisonal umzustellen, da sich nur allzu oft Magen-Darmprobleme durch den Futterwechsel einstellen. Dann lieber etwas mehr von der gewohnten und verträglichen Sorte.

Vorteilhaft ist aber eine Ergänzung der Ernährung durch zusätzliche Vitamine und Mineralstoffe, die als wertvolle Zusatzstoffe die Ernährung abrunden und so dem Körper das geben, was zusätzlich verbraucht wird. Man sollte hier aber auf die bekannten und oftmals mit einem hohen Zuckeranteil versetzten Hundedrops verzichten, da diese eher belasten als nützen. Fragen Sie hierzu Ihren Tierheilpraktiker, der sicherlich eine Empfehlung aussprechen kann.

 

Wunde Pfoten und struppiges Fell – ein Winterproblem?

 

In den Wintermonaten sind die Pfoten unserer Hunde besonders stark beansprucht. Neben der Kälte kommen noch harte Eis und Schneeklumpen und die verschiedenen Streumittel (Salz, Split, Granulat etc.) hinzu. Eine Verletzung ist in der kalten Jahreszeit umso schlimmer und heftiger, da durch die Kälte unsere Hunde den Verletzungsschmerz erst viel später spüren. Bei größeren Verletzungen (meist Schürf- oder Schnittverletzungen) bitte immer Ihren Tierheilpraktiker zu Rate ziehen – auch dann, wenn sich eine zunächst bedeutungslose Verletzung entzündet hat. Ansonsten helfen spezielle Wund- und Heilpasten oder auch eine Ballenpflege für Hunde (bei Ihrem Tierheilpraktiker erhältlich).

Auch das Fell unser vierbeinigen Freunde wird ich den Wintermonaten mehr beansprucht. Neben einer regelmäßigen Fellpflege (Bürsten, Teilwaschungen etc.) können hier spezielle Haut- und Fell- Mineralsprays für ein prächtiges Fell auch im Winter sorgen.

 

Pfotenpflege ist im Winter besonders notwendig (Quelle: links: Uschi Dreiucker/pixelio.de, rechts: Lana Mauerhoff/pixelio.de)


Ist eine medizinische Vorsorge für die kalte Jahreszeit erforderlich?

 

Bei gesunden und vitalen Hunden ist eine medizinische Vorsorge oder ein besonderer, medizinischer Schutz nicht erforderlich. Empfehlenswert ist bei älteren oder kranken Hunden eine das Immunsystem stabilisierende Therapie. Hierfür werden einige wenige Injektionen gegeben, die dem Hund bei auftretenden, typischen Infektionskrankheiten helfen können, damit besser fertig zu werden. Bei einer vermeintlichen Infektion sollte der Hund umgehend einem Tierheilpraktiker vorgestellt werden.

 

Ob kleiner oder großer Hund - alle lieben Schnee! (Quelle: links: Echino/pixelio.de, rechts: M.Gro-mann/pixelio.de)

 

(Quelle links: Eva Pilz/pixelio.de, rechts: Windrose/pixelio.de)


 

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