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Feline Akne

- Hilfe meine Katze kriegt Pickel


So mancher Teenager weiß ein Lied davon zu singen.Geschlechtsunabhängig treten während der Pubertät die vielen kleinen oder großen Pickel und Mitesser (Komedonen) auf, wobei Jungs oftmals stärker betroffen sind als Mädchen. Meist erstreckt sich diese unschöne Periode zwischen dem 14  und 25 Lebensjahr und ist dann plötzlich verschwunden.

Bekommt hingegen Ihre Katze auf einmal Pickel, so hat das mit einer Begleiterscheinung des Erwachsenwerdens nichts zu tun.

Katzenakne oder Feline Akne tritt bei erwachsenen Tieren auf und ist bei weitem nicht so zahlreich vertreten wie bei den menschlichen Vertretern.

Dafür sind der Verlauf und die Intensität oftmals deutlich länger bzw. stärker. Leider gibt es keine wissenschaftlich eindeutig dargelegten Ursachen für die Entstehung dieser Krankheit.

Einige Tiere sind ihr Leben lang phasenweise in unterschiedlichen Ausprägungen betroffen, andere bekommen dieses Hautproblem nur einmal für eine kurze Zeit. Da Katzenakne sehr infektiös und auch schmerzhaft ist, sollte sie uneingeschränkt behandelt werden.

 

Was sind nun sichere Anzeichen für Feline Akne?

 

Da es sehr viele ähnliche Erscheinungsbilder anderer Hautkrankheiten gibt, sollte eine Diagnose unbedingt ein Tiermediziner stellen. Auf gar keinen Fall sollte eigenständig eine Behandlung begonnen werden, die Gefahr einer Verschlimmerung und Festsetzen dieser Krankheit ist sehr groß.

Katzenakne zeigt sich bei betroffenen Katzen vor allem am Kinn, Unterlippe und selten an der Oberlippe. Beginnend mit vereinzelten kleinen Mitessern, entstehen etwas später entzündliche Pusteln und Papeln (die sog. Pickel). In besonders schlimmen Fällen entstehen Furunkel oder großflächige Entzündungen im gesamten betroffenen Bereich.

In diesem Stadium sind Kinn und Lippen stark angeschwollen und schmerzhaft, meist verringern die Katzen dann ihre Nahrungsaufnahme oder stellen sie ganz ein. Oftmals kann jetzt auch beobachtet werden, dass unsere Stubentiger sich an rauen Stellen ihr Kinn und Lippen reiben, es bleiben i. d. R. Narben zurück.

 

links: Katzenakne im Anfangsstadium mit kleinenen Läsionen, rechts: typische dunkle "Krümel" im Kinnbereich (Quelle: Farbatlas der Hautkrankheiten bei kleinen Haustieren, G.T.Wilkinson, R.G.Harvey, Schlüterscha Verlag u. Druckerei 1999)

 

Fortgeschrittenes Stadium mit offenen Pusteln und Schwellungen (Quelle: Farbatlas der Hautkrankheiten bei kleinen Haustieren, G.T.Wilkinson, R.G.Harvey, Schlütersche Verlag u. Druckerei 1999)


In diesem Zusammenhang könnte das Kopfreiben, und zwar ein verringertes Kopfreiben, eine Ursache darstellen.

Im Kopfbereich der Katze befinden sich nämlich vieleTalgdrüsen, mit der sie – für uns unscheinbar - ihre Umgebung markiert. Dieses geschieht durch Kopfreiben. Hat unser Vierbeiner nun eine Zahnfleischentzündung, Zahnschmerzen oder eine andere schmerzhafte Entzündung im Maulbereich, so unterlässt sie oftmals ihr Kopfreiben. Folge, die vorhandenen Talgdrüsen können verstopfen, kommen Bakterien hinzu, kann Akne entstehen.

Daneben stehen unsaubere Fressplätze, Plastikschüsseln und bestimmte Futtersorten (mit viel Soße, Gelee etc.) in dem Verdacht, sich fördernd auf die Entstehung von Akne auszuwirken.

 

Was kann man nun gegen diese lästigen Pickel tun?

 

Zunächst sollte man sich damit vertraut machen, dass die Behandlung oftmals langwierig ist. Auch ist die konsequente und durchgängige Mithilfe des Tierhalters notwendig, leider bringen ein oder zwei Spritzen, schnell verabreicht, nicht den gewünschten Erfolg; was bei vielen Hauterkrankungen zu beobachten ist.

Wie schon eingangs erwähnt, ist eine Vorstellung des Tieres bei einem Tiermediziner unbedingt vorzunehmen. Nach gründlicher Untersuchung und Diagnosestellung Feline Akne kann dann ein Behandlungsplan erstellt werden, der immer aus mehreren Komponenten bestehen kann.

Erfolg versprechend können Kombinationen aus Gaben spezieller Nahrungsergänzungsmittel und der Einsatz  homöopathischer Medikamente sein. In schweren oder chronischen Fällen kann auch eine Lasertherapie helfen.

 

Was immer sichergestellt werden muss:

 

  • absolute Sauberkeit
  • regelmäßige Reinigung der betroffenen Stellen mit sanften Mitteln (kein Clerasil!!)
  •  ggf. Futterwechsel (keine tropfenden Sorten)
  • keine Plastiknäpfe (Porzellan, Steingut oder Keramik)
  • keine ungeeigneten Salben verwenden (verstopfen die Poren noch mehr)
  •  entzündete Stellen in Ruhe lassen (bis auf die notwendigen Reinigungsaktionen 2-3 mal am Tag)
  •  Pickel nicht ausquetschen (dadurch verstärken sich die Entzündungen).

 

Seltene Hundeakne, hier schwere Fälle bei einer Bulldogge (links) und Dänischen Dogge (Mitte), während beim Labrador es sich um einen leichteren Fall handelt (rechts) (Quelle: Farbatlas der Hautkrankheiten bei kleinen Haustieren, G.T.Wilkinson, R.G.Harvey, Schlütersche Verlag u. Druckerei 1999)


Es gibt auch eine Form der Akne bei Hunden, die aber sehr selten auftritt und wenn dann meist auch nur bei Kurzhaarrassen. Die temporär auftretende Erkrankung erfolgt im Jugendalter, bei adulten Tieren konnte dieses nur bei wenigen Rassen wie z. B. bei der Dogge und Dobermann beobachtet werden.

 

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