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Entgiftung unserer Tiere – Sinn oder Unsinn? 

 


Viele Tierbesitzer kennen diese oder ähnliche Symptome.

Ihr Haustier wirkt lustlos und schlapp, ist schnell müde und wenig belastbar, die Lebendigkeit vergangener Tage ist nicht mehr da. 

Hinzu kommen immer wieder kehrende, verschiedene Erkrankungen bzw. Infektionen, die sich vielleicht auch schon chronisch etabliert haben.

Das immer wiederkehrende „Herum kränkeln“ lässt so manchen ratlosen Tierliebhaber verzweifeln. Insgesamt ist eine deutlich rückläufige Vitalität zu beobachten, wobei die durchgeführten symptomatischen Behandlungen beim Tierarzt bestenfalls kurzfristigen Erfolg gebracht hatten, nicht jedoch eine nachhaltige Verbesserung der gesamten gesundheitlichen Situation einleiteten.

In einer ganzheitlichen Gesundheitslehre, welche einem naturmedizinischen Ansatz folgt,

würde sich die Frage stellen, warum der Organismus, trotz durchgeführter Therapien, nicht in der Lage ist sich zu regenerieren und eine nachhaltige Heilung herbei zu führen.

Was verhindert also eine Gesundung, eine gute Vitalität und letztendlich eine akzeptable Lebensqualität und Lebensfreude?

 

Bei der ganzheitlichen Gesundheitslehre werden alle Prozesse, Funktionen und Bereiche eines Patienten betrachtet


Oftmals sind es belastende Stoffe, die kurz- meist aber längerfristig im Organismus angereichert wurden und zu Funktionsstörungen/-einschränkungen in vielen Bereichen führen.

In diesem Zusammenhang wird von vielen Naturmedizinern dann eine Entgiftungskur vorgeschlagen die als Basis einer ganzheitlichen Behandlung gilt und gegebenenfalls den Weg für spezielle Therapien ebnen soll.

Dabei führt der Begriff „Entgiftung“ bei vielen schulmedizinischen Vertretern eher auf Unverständnis oder müdes Lächeln und wird schnell als unsinnige und überflüssige Maßnahme bezeichnet.

Ist nun eine sogenannte Entgiftungskur wirklich unsinnig, oder gar schädlich, oder kann sie Ihrem Tier helfen – viele Fragen, die an dieser Stelle aufgegriffen werden sollen.


 

Macht eine Entgiftungstherapie Sinn??


Noxen, Toxine, Gifte und andere Schadstoffe

Die oben aufgeführten Begriffe werden in Publikationen, aber auch im Sprachgebrauch oftmals synonym verwendet, was jedoch nicht ganz richtig ist. Die nachfolgenden Begriffsdefinitionen zeigen die Unterschiede.

 

Noxen

Als Noxen werden Stoffe (oder ein Umstand) bezeichnet, welche eine schädigende Wirkung auf einen Organismus oder Organe haben, also pathogen (krankheitserzeugend) sind. Neben der Unterscheidung in innere (endogenen) und äußere (exogenen) Noxen können die nachfolgenden Einflüsse, Substanzen und Bedingungen noxisch sein und einen Organismus krank machen.

 

1. Mikrobiologische Noxen

Hierunter werden Infektionserreger wie Bakterien, Parasiten, Viren und pathogene Pilze zusammengefasst, die auf unterschiedliche Art einen Organismus belasten und schädigen können.

 

Mikrobiologische Noxen, wie z. B. Parasiten, Schimmelpilze und Viren können zu erheblichen Belastungen führen (Quelle links: wikipwdis.org, Mitte: Kurt-Michel, pixelio.de, rechts: Aka, pixelio.de)


2. Chemische Substanzen

Hierunter werden Drogen, Medikamente (-rückstände), Umweltgifte und viele in der Nahrung zu findende Gifte zusammengefasst.

 

Medikamente, Gifte durch Umweltverschmutzung, aber auch Stoffe in Futtermitteln können sich zunehmend belastend auswirken (Quelle links: BloodyMary, pixelio.de, Mitte: Dieter-Schütz, pixelio.de, rechts: Grey59, pixelio.de)


3. Physikalische Einflüsse

Eine noxische, also schädigende Wirkungsweise, kann durch mechanische Traumata (z. B. Verletzungen) aber auch durch Lärm etc. herbei geführt werden. Auch ungeeignete Umgebungstemperaturen, elektrische Belastungen (z.B. Stromschlag) oder Strahlenbelastungen (z.B. Röntgen- oder UV-Strahlung) gehören zu dieser Kategorie.

 

4. Psychische Ursachen

Auch hier sind Situationen möglich die eine schädigende Wirkungsweise verursachen können. Dieses gilt insbesondere für (häufig auftretende) Stresssituationen, aber auch Einsamkeit, unzureichende Haltungsbedingungen und ein nicht liebevolles Verhalten können langfristig eine schädigende Wirkung auf einen Organismus haben

 

Toxine

Bei Toxinen (bedeutet giftige Substanz) handelt es sich um Gifte, die von unterschiedlichen Lebewesen (Tiere, Pilze, Pflanzen, Bakterien) synthetisiert werden. Es sind biogene Substanzen, die einen Organismus durch Störung der physiologischen Stoffwechselabläufe schädigen können. Dadurch können akute wie auch chronische Vergiftungen mit unterschiedlichen Krankheitsbildern auftreten.

Toxine stellen eine Teilmenge aller möglich Gifte dar und werden im Rahmen der wissenschaftlichen Disziplin Toxikologie (engl. Toxinology) behandelt.

Neben den sicherlich bekannten Tiergiften (Schlangen-, Spinnen-, Skorpion-, Insekten-, Amphibiengifte und viele mehr) können auch Pflanzengifte (z. B. Eiben, Eisenhut, Tollkirsche etc.) und Pilzgifte (z. B. Knollenblätterpilz, Schimmelpilz etc.) nachhaltige oder gar tödliche Schädigungen verursachen. 

Eine große toxinverursachende Gruppe stellen jedoch Bakterien dar. Die Toxinfreisetzung entsteht dabei im Rahmen der permanent stattfindenden Ausscheidungsprozesse (Exotoxine) und beim Zerfall der Mikroorganismen (Endotoxine, z. B. im Rahmen einer Antibiotischen Behandlung). 

Dabei können teilweise sehr große Mengen der Toxine freigesetzt werden, was sich durch ein deutlich eingeschränktes Allgemeinbefinden bis hin zu offensichtlichen Vergiftungssymptomen zeigen kann. 

Deutliche Belastungen gehen von Toxinen aus, die von bestimmten Pflanzen, Pilzen, Tieren, insbesondere aber von Bakterien stammen können (Quelle oben: Karl-Hein-Liebes, pixelio.de, links: Sebastian Karkus, pixelio.de, Mitte: Rita Köhler, pixelio.de, rechts: Manfred Schütze, pixelio.de)


Gifte

Hierunter werden alle Stoffe geführt, die einem Lebewesen ab einer bestimmten Dosierung Schaden zuführen können. Ob der Giftstoff dabei durch Eindringen in den Organismus (z.B. Schlangengift, Umweltgifte) durch Berührung (z. B. Pflanzengifte) oder im Rahmen von Stoffwechselvorgängen den Organismus schädigt ist dabei eher unerheblich, eine pathogene Wirkungsweise ist allemal zu erwarten. 

Je nach Wirkungsweise werden Gifte auch zwischen Konzentrationsgifte und Summations-, bzw. Kumulationsgifte unterschieden. Die bereits  oben beschriebenen Tiergifte (Toxine) werden ergänzt durch andere, chemische bzw. synthetische Gifte (z. B. Arsen, Cyankali, spezielle Phenole, viele Schwermetalle wie Quecksilber oder Cadmium, aber auch Alkohole wie Ethanol etc.). 

Das Ausmaß der Giftigkeit (Toxizität) ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig (Dosis, Löslichkeit in Körperflüssigkeiten, Umgebungstemperatur, zeitlicher Verlauf der Aufnahme, allgemeine körperliche Verfassung/Gesundheitszustand, Geschlecht, Körpergewicht, Alter etc.).

 

Schadstoffe

Ein nahezu universeller Begriff für schädigende Substanzen ist die Bezeichnung Schadstoffe, der synonym für Noxen, Toxine und Gifte verwendet wird. Unter Beachtung der bisher aufgestellten Begriffsabgrenzungen gibt es jedoch noch eine andere Gruppe, deren Substanzen zwar nicht direkt giftig wirken, aber dennoch geeignet sind einen Organismus (meist in einem längeren Zeitverlauf) zu schädigen. Beispiele hierfür sind die verschiedenen Feinstäube, Astbestfasern, bei entsprechenden Allergikern Pollen, Hausstaubmilben und Tierhaare, gasförmige Schadstoffe u. a.   

 

Im Jahr 1538 prägte Theophrastus Bombastus von Hohenheim, allgemein als Paracelsus bekannt, den Grundsatz: 

„Alle Dinge sind Gift und nichts ist ohne Gift,

allein die Dosis macht es,

dass ein Ding kein Gift sei“ 


Dieser Grundsatz hat sicherlich auch heute noch seine Gültigkeit und sollte bei allen weiteren Betrachtungen Berücksichtigung finden. 

 

Gift oder nicht – die Dosierung (und die Kombination) macht es, ob ein Stoff giftig bzw. belastend wirkt oder nicht


Die körpereigene Entgiftung

Damit ein Organismus seine volle Funktionsfähigkeit erhalten kann ist er und jede Zelle seines Körpers durchgängig gefordert anfallende belastende Stoffe (z. B. Giftstoffe, Toxine s. o.) auszuscheiden. 

Gelingt dieses nicht mehr, oder nur unzureichend, sind verminderte Vitalität, Krankheit und letztendlich der Tod zu erwarten. Im Rahmen der körpereigenen Entgiftungsprozesse sind verschiedene Bereiche involviert, die nachfolgend kurz beschrieben werden sollen.

 

Leber

Das größte Entgiftungsorgan stellt die Leber dar. Sie metabolisiert und eliminiert unterschiedliche Schadstoffe, d. h. sie verwandelt Toxine in weniger schädliche Substanzen welche über den Darm oder Nieren ausgeschieden werden können. 

Bei Überlastungen durch zu hohe Toxinmengen (kann z. B. durch eine temporäre Medikamentenaufnahme gegeben sein)  oder bei einer eingeschränkten Leberfunktion werden diese Stoffe „eingelagert“ und verbleiben als belastende Substanzen im Körper.  

 

Nieren

Abfallprodukte, welche in wasserlöslicher Form durch die Leber an das Blut abgegeben wurden, werden durch die Nieren als Urin ausgeschieden und somit aus dem Organismus entfernt. 

Ähnlich wie bei der Leberfunktion führen Überbelastungen oder Funktionseinschränkungen zu unzureichenden Entgiftungen. 

Es kann im Zeitverlauf durch die erforderlichen Höchstleistungen und Belastungen zu (weiteren) Funktionseinschränkungen kommen die den notwendigen Entgiftungsprozess immer mehr einschränken (es kann zu sog. Rückvergiftungen kommen) und zu immer größeren Belastungen im Organismus führen.

 

Darm

Einige Schadstoffe, welche durch die Leber metabolisiert werden und Schadstoffe direkt aus dem Verdauungstrakt werden durch den Darm ausgeschieden. Dabei werden diese Stoffe mit Schleim umhüllt um in Folge ausgeschieden. 

Moderate Mengen dieser „angereicherten“ Schleimmengen können über den Darm ausgeschieden werden. Bei größeren Belastungen setzen sich Mengen zunehmend in den Zotten der Darmschleimhaut ab und verklebt diese.

Diese verbleibenden Schleimmengen verhärten sich (umgangssprachlich wird auch von Schlackenstoffe gesprochen) und behindern u. a. die Darmperistaltik.

Neben einer unzureichenden Verdauungsfunktion wird auch das zu 80% im Darm sitzende Immunsystem beeinträchtigt, der Organismus wird zunehmend geschwächt.

Oftmals erkennt man dieses an dem sehr üblen Geruch der Ausscheidungen, dass das Tier einen hohen Grad belastender Stoffe aufweist. 

 

Haut

Belastende Stoffe werden auch über die Haut ausgeschieden. Bei Überbelastungen entstehen oftmals deutlich wahrnehmbare „Hautgerüche“, die auch ein Indiz für eine eingeschränkte Entgiftungsfunktion von Leber und Niere sein können. 

Bei hohen Belastungen können sich unterschiedliche Hauterkrankungen einstellen, was auch durch eine schlechte Fellstruktur zum Ausdruck kommt.

 

Blut

Das Blut ist als Transportmedium entscheidend daran beteiligt belastende Stoffe zu den Entgiftungsorganen zu schaffen. Bei hohen Belastungen, insbesondere bei Rückvergiftungen im Rahmen einer unzureichenden Nierenfunktion, verbleiben diese schädlichen Substanzen deutlich länger im Blutkreislauf, was sich wiederum nachteilig auf andere Prozesse und Funktionsbereiche auswirkt.

 

Lymphsystem

Neben dem Blutkreislauf stellt das Lymphsystem die zweit-wichtigste Transportfunktion im Organismus dar. So werden belastende Stoffe aus den einzelnen Körperzellen, welche hinsichtlich ihrer Masse zu groß für einen Transport durch das Blutsystem sind, durch das lymphatische System zu den Entgiftungsorganen geleitet. 

Eine weitere und zentrale Rolle spielt das Lymphsystem im Rahmen des Immunsystems. Bei Notwendigkeit (z. B. im Rahmen aufkommender Krankheitserreger) wird in den Lymphknoten die Immunantwort  eingeleitet um entsprechende Abwehrmaßnahmen zu initiieren.

Diese existentielle Funktion kann bei hohen Schadstoffbelastungen, gleich welcher Natur, nur unzureichend oder gar nicht erfolgen, was unterschiedliche negative Wirkungsweisen haben kann.

 

Lungen

Im Rahmen des ständig stattfindenden Gasaustausches werden bestimmte belastende Stoffe beim Ausatmen ausgeschieden (z. B. Endotoxine). Bei starken Belastungen können Reizungen der Schleimhäute im Bereich der Lungen entstehen, welche dann zu Funktionsbeeinträchtigungen und Erkrankungen (z. B. Lungenentzündung) führen können.

 

An der Funktion „Entgiftung“ sind unterschiedliche Funktionsbereiche im Organismus beteiligt (Quelle: Schematische Darstellung der Lage innerer Organe beim Säugetier, Sylvia Dauborn, Lehrbuch für Tierheilpraktiker, Sonntag Verlagsbuchhandlung, Stuttgart)


Das Problem körpereigener „Giftspeicher“

Funktioniert die körpereigene Entgiftung durch Überbelastung oder Funktionseinschränkungen nicht, so werden belastende Stoffe in speziellen Depots „eingelagert“. Damit werden sie zunächst einmal gebunden, jedoch nicht aus dem Organismus entfernt oder unschädlich gemacht. 

Es entstehen sog. Zeitbomben, die bei zunehmender Größe (durch fortlaufende Speicherungen erhöhen sich die Konzentrationen) Funktionseinschränkungen oder gar Organversagen zur Folge haben können.

Viele belastende Stoffe werden im Fettgewebe oder im fettähnlichen Nervengewebe eingelagert. Auch das Bindegewebe dient als Speicherstätte und verliert im Zeitverlauf seine Funktionsfähigkeit, was sich durch Verlust der Elastizität und verschiedene Erkrankungen in Bereichen wie Sehnen und Bänder, Gelenke und Gelenkknorpel, Bandscheiben, Nervengewebe etc. zeigt. 

Oftmals werden derartige Symptome auch als Bindegewebeschwäche bezeichnet. Fettlösliche Schadstoffe werden durch die Leber gespeichert, wasserlösliche Stoffe durch die Nieren. 

Aber auch im Pankreas (Bauchspeicheldrüse), in der Haut, im Darm, im Knochenmark und selbst im Gehirn können Schadstoffe gespeichert werden mit unterschiedlichen negativen Konsequenzen.

Die oben aufgeführten „Speicherstätten“ können durch bestimmte Maßnahmen oder Situationen unkontrolliert mobilisiert, d. h. die eingelagerten Stoffe werden wieder freigesetzt. 

Dieses kann z. B. durch Stressbelastungen, Infekte aber auch durch den Abbau von Körper-fettreserven (im Rahmen eines Abnehmprozesses oder bei Notwendigkeit Energie aus den Fettdepots zu generieren > bei Futtermangel bzw. zu hohen körperliche Belastungen) erfolgen. 

In diesem Fall können spontane und intensive Vergiftungserscheinungen auftreten, die Entgiftungsorgane werden überlastet, bei Organvorschädigung kann ein Organversagen

ein letales Ende herbei führen.

 

Symptome bei einer erhöhten Schadstoffbelastung

Aufgrund der vielen möglichen belastenden Stoffe, ihrer unbekannten Wechselwirkungen, ihren nicht immer eindeutig zu zuordnenden Einflussnahmen auf bestimmte Körperfunktionen und –prozesse, ihrer unterschiedlichen Konzentrationen und im Zusammenhang mit unterschiedlich reagierenden Individuen  (jedes Tier reagiert auf Belastungen anders) können eindeutig zuzuordnende Symptome kaum definiert werden. 

Daher zeigt die nachstehende Auflistung mögliche, jedoch nicht immer auftretende Symptome. Diese können sich einzeln oder in Kombination mit unterschiedlichen Intensitäten zeigen. 

Auch erhebt die Übersicht keinen Anspruch auf Vollständigkeit und soll schon gar nicht die Diagnose eines Tiermediziners ersetzten. Vielmehr soll sie Tierhaltern bei einem Verdacht erste Hinweise geben um dann eine endgültige Klärung mit einem hinzugezogenen Therapeuten herbei zu führen.

 

Vielleicht nicht sofort, aber spätestens bei steigenden Schadstoffbelastungen zeigen unsere Tiere deutlich, dass sie krank sind und es ihnen nicht gut geht


Mögliche Symptome bei einer erhöhten Schadstoffbelastung 

 

  • Verdauungstrakt - Blähungen, Verstopfungen, Durchfälle (auch wechselweise), chronische Magen-/Darmbeschwerden, ungewöhnlich strenger Geruch/andersartige Farbe der Ausscheidungsprodukte, Probleme beim Kotabsatz, Erbrechen, unzureichender Stoffwechsel, Krampfneigung,
  • Harntrakt – unzureichende Filtrationsleistung, unterschiedliche Erkrankungen der Nieren, Chronische Niereninsuffizienz (CNI)
  • Leber – unterschiedliche Lebererkrankungen, Fessunlust/Appetitlosigkeit, Leberfunktionseinschränkungen, Leberinsuffizienz
  • Haut und Fell – schlechtes Erscheinungsbild, -zustand, allergische Hautreaktionen, Haarausfall, Schuppenbildung, fettige Haut, Ekzeme, Hot Spots, Dermatitis, stark riechende Körperausdünstungen, entzündete Ohren, unterschiedliche Entzündungen im Maulbereich/Schleimhäute, entzündete/aufgebissene Pfoten, entzündete Augen/Bindehaut, Juckreiz
  • Respirationstrakt – häufige Infektionen im Atmungstrakts, Bronchitis, Husten, Schnupfen Lungenentzündung etc.
  • Verhalten – Lethargie, Lustlosigkeit, Müdigkeit, verweigerter Gehorsam, gestörter Wach-Schlaf-Rhythmus, offensichtlich vermindertes Wohlbefinden
  • Neurologische Symptome – Verwirrtheit, Verminderung Sehleistung, Nickhautvorfall, Schwindel, Tremor (Muskelzittern), Angstzustände, Aggressivität, Epilepsieneigung,   Ataxien (Bewegungsstörungen), Nervenschädigungen
  • allg. Gesundheitszustand – häufige, teils unterschiedliche, teils wiederkehrende Infektionen und Entzündungen,  Vitalitätsverlust, Tumorbildungen, verschlechterte Blutwerte, Schwäche der Immunsystems, Störungen der Libido/Fortpflanzungsstörungen, Gewichtsverlust, Entwicklung von Stoffwechselerkrankungen (z. B. Diabetes, Schilddrüse etc.), Schmerzzustände, Störungen der Blutbildung     

 

Hauptursachen einer Schadstoffbelastung und kumulativer Effekt

Der weiter oben aufgeführte Grundsatz von Paracelsus ist in der heutigen Situation sicherlich durch den kumulativen Effekt, also die Anhäufung mehrerer unterschiedlicher Schadstoffe, sei es Noxen, Toxine, Gifte oder andere schädigende Substanzen, zu ergänzen. 

Somit ist nicht nur die einzelne Dosis, sondern auch „die Summe aller Stoffe, was Dinge zu einem Gift werden lässt“.

Einzelbelastungen, die vielleicht keinen Schaden verursachen könnten, aber in Summe durchaus pathogen sind gibt es in der heutigen Zeit in hoher Vielzahl. Es ist fast unmöglich alle Möglichkeiten aufzuführen. 

Man schätzt, dass ein Mensch in einem industrialisierten Land täglich schätzungsweise 400 synthetisch produzierte Schadstoffe aufnimmt, ähnlich hohe Zahlen werden auch für unsere Vierbeiner gelten. Bei ungünstigen Konstellationen ist ein Vergiftungszustand schnell erreicht und die Gesundheit nachhaltig gefährdet.

Bei unseren Vierbeinern sind die nachfolgenden Punkte die Hauptfaktoren einer, teils sich aufbauenden Belastung mit Schadstoffen. Auch diese Übersicht erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit.

 

  • Hauptsächliche Ernährung mit industriell hergestellten Futtermitteln (Trocken- oder Nassfutter)
  • Ernährung, welche zu einer dauerhaften Übersäuerung führt
  • Ungeeignete und/oder überdosierte Zusatzstoffe/Nahrungsergänzungsstoffe (z. B. Mineralien/Vitamine etc.)
  • Verdorbene oder ungeeignete Futtermittel
  • Häufiger Einsatz von Antiparasitika (Wurm-, Floh-, Milben-, Zeckenmittel etc.)
  • Häufige Infektionen in verschiedenen Bereichen, insbesondere Haut, Augen, Ohren Atemwege, Pilzerkrankungen
  • Häufiger Einsatz von Antibiotika, Kortison, Schmerzmittel, Narkotika und andere schulmed. Medikamente => oftmals Medikamentenüberversorgung
  • Impfungen, insbesondere bei zu kurzen Intervallen 

 

In diesem Zusammenhang spielen auch Faktoren eine Rolle wie

 

  • Rückstände aus dem Medikamenteneinsatz bei den verwendeten Futtertieren
  • Rückstände von Düngemittel und Spritzmitteln in den verwendeten Futtermitteln
  • Herstellungsbedingte Hilfsstoffe, Farbstoffe, Aromen (Lockstoffe) etc.
  • Futtermittelverpackungen (z. B. Bisphenol >Innenbeschichtung von Konservendosen)
  • Verschiedene Umweltgifte (Abgase, Schwermetalle, Dioxin etc.)
  • Wasserverunreinigungen durch unterschiedliche Verursacher
  • Aufnahme von Lösungsmitteln (Liegeplatzmaterialien, Weichmacher, Rückstände von Reinigungsmitteln etc.)
  • Formaldehyd (Bestandteil in Leinen, Halsbändern, Geschirren,Tierspielzeug, Futternäpfe, Tränken, etc.)
  • Belastung durch Tabakrauch

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass aufgrund der Vielzahl möglicher Schadstoffe

es wohl kaum Lebewesen (zumindest in unseren Breitengraden) geben wird, die nicht mehr oder weniger starken Schadstoffbelastungen in ihrem Körper haben. Sichtbar werden diese angehäuften Belastungen meist erst im Zeitverlauf, dann aber oftmals mit einer eingeschränkten Gesundheit bzw.dauerhaften Erkrankungen.

 

Nochmals die Eingangsfrage: Macht eine Entgiftung Sinn?

Aus den bisherigen Ausführungen und Fakten erscheint es sehr sinnvoll bedarfsgerechte Entgiftungstherapien durchzuführen. 

Damit diese Maßnahmen jedoch wirkungsvoll, nachhaltig und verträglich sind sollten bestimmte Anforderungen bestehen und durch die Therapie umgesetzt werden. 

Dabei müssen immer individuelle Aspekte berücksichtigt werden, eine  „Standardtherapie“, die für alle Fälle einsetzbar ist, gibt es nicht. 

Das zeigt auch die Notwendigkeit einen Tiermediziner hinzu zuziehen, mit dem Kauf von Heilkräutern aus dem Internet ist es nicht getan, u. U. kann eine derartige Vorgehensweise sogar schädlich für das Tier sein. 

 

Eine Entgiftungstherapie sollte nicht ohne therapeutische Begleitung in Eigenregie durchgeführt werden


Anforderungen an eine optimale Entgiftungstherapie:  

 

  1. Die Therapie sollte eine sanfte, belastungsfreie Entgiftung herbei führen. Wie bereits angesprochen führen schnelle Maßnahmen zu erhöhten, teils gesundheitsbedrohenden Belastungen. Daher haben schonende Therapien immer einen mittelfristigen Einsatzzeitraum und erstrecken sich nicht über wenige Tage.
  2. Die Therapie sollte nicht nur „entgiften“, also Schadstoffe im Organismus lösen, sondern auch die betroffenen „Entgiftungsorgane“ (Leber und Niere) und ggf. begleitende Funktions-einheiten (z. B. Darm, Lymphe) entlasten, stärken und stabilisieren.
  3. Das i. d. R. geschwächte Immunsystem sollte ebenfalls bei diesem Prozess gestärkt und optimiert werden um möglichst zeitnah seine volle Funktionalität zu erreichen und den mittelfristig angelegten Ausleitungsprozess positiv zu begleiten. 

Besonders sinnvoll sind Entgiftungskuren nach Infektionen und Medikamenteneinsatz (insbesondere bei Antibiotika Schmerzmittel, Narkosen), bei unerklärlichen Erkrankungszuständen, bei chronischen Erkrankungsverläufen, bei älteren Tieren (hier sollten regelmäßige Entgiftungen erfolgen), nach einem Einsatz mit Antiparasitika, nach Impfungen, bei Tieren mit Allergien oder Krebserkrankungen, aber auch bei übergewichtigen oder untergewichtigen Tieren.

 

In sehr vielen Fällen macht eine professionelle Entgiftungstherapie Sinn und ist mitunter von existentieller Wichtigkeit


Wie funktioniert eine Entgiftungskur bzw. Ausleitung von Schadstoffen?

Nach der Lösung aus ihrem Depotspeicher werden die Schadstoffe an einen harmlosen Trägerstoff gebunden. Damit werden sie zunächst unschädlich gemacht um später über die beschriebenen Wege aus dem Organismus ausgeschieden zu werden. 

Da in jedem Fall wieder die Entgiftungsorgane involviert sind sollte dieses - wie oben erwähnt – langsam und schonend geschehen. Je nach individuellem Einzelfall macht es Sinn spezielle Funktionseinheiten zusätzlich zu behandeln.

Beispiel: Eine gestörte oder zerstörte Darmflora sollte in geeigneter Form wieder aufgebaut werden, eine reine Entgiftungskur beinhaltet dieses nicht.

Im Rahmen dieser Therapie sollte auch die Ernährungsstrategie überdacht werden um ggf. künftige Belastungen zu verringern. Auch hier kann ein ganzheitlich arbeitender Therapeut helfen um ein optimiertes Fütterungskonzept zu erstellen.

Mit einer Entgiftungskur wird das Niveau, der Status einer aktuellen Belastungssituation deutlich gesenkt. Je nach Therapieform kann dabei das Niveau einer Belastung um bis zu 90% (!) gesenkt werden, eine direkte, vollständige (100%-tige) Entgiftung ist nicht möglich, muss aber auch nicht angestrebt werden. 

 

Naturmedizinische Ansätze 
Die Naturmedizin bietet je nach therapeutischer Ausrichtung verschiedene Ansätze hinsichtlich wirkungsvoller Entgiftungstherapien. 

Natürlich ist immer der individuelle Einzelfall entscheidend welche Behandlung geeignet ist und am meisten Sinn macht. 

Bei der Auswahl einer geeigneten Methode spielt auch die Tierart eine Rolle, da nicht alle einzusetzenden Medikamente/Mittel von allen Tierarten gleichermaßen aufgenommen bzw. akzeptiert werden (was sicherlich der eine oder andere Katzenbesitzer gut nachvollziehen kann).

Grundsätzlich gilt für die Therapien – sie sind weitgehend frei von unerwünschten Nebenwirkungen, vorausgesetzt die Dosierungen und Vorgaben des Therapeuten werden beachtet. 

Sollten ungewöhnliche Reaktionen auftreten müssen diese natürlich zeitnah mit dem Tiermediziner besprochen werden, meist sind sie jedoch harmloser Natur.

 

Die hauptsächlich eingesetzten Therapieformen bzw.Medikamente sind:  

 

  • Mittel aus der TCM (Traditionellen Chinesischen Medizin)
  • Biochemische Therapie
  • Homöopathie
  • Phytotherapie
  • Kräutertherapie
  • Mykotherapie (Einsatz spezieller Heilpilze bzw. Mischungen)
  • Einsatz von Mineralstoffen/Vitaminen 

Nicht jede Therapieform eignet sich für jede Belastungssituation und sollte daher nicht eigenständig, ohne therapeutische Empfehlung erfolgen. 

In einigen Fällen macht es Sinn eine kombinierte Strategie zu fahren. Hierdurch kann das Problem von unterschiedlichen Seiten angegangen werden, außerdem kann ggf. eine gegenseitige Unterstützung der einzelnen Therapieformen zu besseren Ergebnissen führen. 

 

Je nach individuellem Einzelfall wird ein ganzheitlich orientierter Tiermediziner die optimale Entgiftungstherapie für Ihr Tier finden und empfehlen


Abschließendes Fazit

Wir müssen akzeptieren, dass die Belastungen in der heutigen Zeit vielfältig gestiegen sind.

Durch ein gutes Tierhaltungsmanagement können viele Schadstoffbelastungen vermieden bzw. reduziert werden, aber gänzlich wird uns das nicht gelingen (da wir teilweise gar keine Einflussnahme haben). 

Um aber unsern Haustieren eine gute Lebensqualität und Lebensfreude sicherstellen zu können, bestehen Möglichkeiten und Maßnahmen diese Negativeinflüsse weitgehend zu beseitigen. 

Mit dem Einsatz einer therapeutisch begleiteten Entgiftungstherapie kann dieses Ziel relativ einfach erreicht werden, um so künftige und schwere Erkrankungen zu verhindern und dem Tier eine ungetrübte Vitalität zu erhalten.

 

Ein beschwerdefreies Leben ohne Schadstoffbelastungen – Basis für Lebensfreude und einer guten Lebensqualität


Wenn Sie Fragen zu diesem Thema allgemein oder einem Therapieansatz haben können Sie uns gerne ansprechen. 

 

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